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Zuletzt aktualisiert: 25.07.2009 um 05:00 UhrKommentare

Steirischer BZÖ-Chef Grosz kritisiert Kärntner Kollegen

Interne Streitigkeiten: Steirischer BZÖ-Chef kritisiert Orange in Kärnten wegen Parteienförderung. Zu Letzterer gab es am Freitag erstes Gespräch.

Gerald Grosz (BZÖ) kritisiert Kärntner BZÖ

Foto © APAGerald Grosz (BZÖ) kritisiert Kärntner BZÖ

Die Steiermark wählt nächstes Jahr einen neuen Landtag. Der Wahlkampf ist bereits voll entbrannt. Der steirische BZÖ-Chef Gerald Grosz will mit den Forderungen nach Abschaffung des Proporzes in der Landesregierung und nach völliger Streichung der Parteienförderung punkten. Darauf angesprochen, dass sich die Orangen in Kärnten gerade - gemeinsam mit allen anderen Landtagsparteien - zusätzliche Millionen einverleibt haben, reagiert Grosz gereizt: "Das Ganze grenzt an Größenwahn und ist eine Schande für uns". Er fühle sich - "im Gegensatz zu anderen" - weiter den Prinzipien von Jörg Haider verpflichtet. "Der wäre der erste gewesen, der diesen Leuten kräftig in den Hintern getreten hätte", so der Sommergruß aus der Steiermark an die Kärntner "Parteifreunde". Grosz war engster Mitarbeiter von Ex-Vizekanzler und -Sozialminister Herbert Haupt.

Reaktion auf Unterschriftenliste

Als Reaktion auf den Parteienförderungsskandal gab es gestern ein erstes Gespräch der Chefs der drei Regierungsparteien über eine Selbstbeschränkung in der Eigenwerbung. Die Initiative dazu hatte SPÖ-Chef Reinhart Rohr ergriffen, nachdem er dies auch gegenüber den fast 13.000 Unterzeichnern derKleinen Zeitung-Petition versprochen hatte. BZÖ-Chef Uwe Scheuch und ÖVP-Chef Josef Martinz folgten der Einladung. Ergebnisse gibt es noch keine. Am Freitag wurden nur Standpunkte ausgetauscht. In der zweiten August-Hälfte soll es das nächste Gespräch geben. Rohr nennt als Ziel völlige Transparenz der Mittelverwendung, Einschränkung der Bewerbung der Regierungsarbeit und ein Fairnessabkommen für künftige Wahlkämpfe. Der Grüne Landessprecher Rolf Holub begrüßte "die späte Einsicht der Regierungsparteien" und brachte die Fairnessvorschläge seiner Partei in Erinnerung. Die Grünen hatte diese vor der Landtagswahl vorgelegt, vergeblich.

CLAUS ALBERTANI, ANTONIA GÖSSINGER

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