Kritik an Erwin-Pröll-Privatstiftung
Im Zusammenhang mit den in Diskussion stehenden Privatstiftungen politischer Parteien rückt nun auch eine vom NÖ Landeshauptmann Erwin Pröll mit Spendengeldern zu einem 60. Geburtstag dotierte Privatstiftung ins Blickfeld. Der "Falter" sah in seiner aktuellen Ausgabe unter anderem ein "Adressproblem", da die Stiftung an der Adresse des Landhauses logiere.
Prölls Sprecher Peter Kirchweger betonte am Donnerstag gegenüber der APA den karitativen Charakter und dass die Stiftung anwaltlich erstellt und daher korrekt sei. "Der Unterschied zu den SPÖ-Stiftungen liegt klar auf der Hand: Die Privatstiftung ist nicht gewinnorientiert, um damit Wahlkämpfe zu finanzieren, sondern hat ausschließlich karitativen Charakter", so Kirchweger. Sie helfe jenen, denen sonst nicht geholfen werde. Ein Beispiel laut Kirchweger: Einem blinden Jugendlichen werde der Akkordeonunterricht bezahlt, den er sich nicht leisten könnte. Damit erhalte er die Chance, lebensintegriert zu werden - er will bei einer Musikkapelle mitspielen.
U.a. wurde im "Falter" unter dem Titel "Ein Landesfürst und seine Spender" die Frage in den Raum gestellt, wie bei einem runden Geburtstag so viel, nämlich 150.000 Euro, an Spendengeld zusammenkommen könne. Dazu Kirchweger: Bereits im Vorfeld hätten sich unzählige Menschen mit der Frage gemeldet, was sie dem Landeshauptmann schenken könnten. Daraus sei, da Pröll persönliche Geschenke abgelehnt habe, die Idee entstanden, etwas für andere zu tun. Kirchweger erinnerte daran, dass zu dem Fest im Dezember 2006 tausende Menschen nach Radlbrunn gekommen waren, darunter Künstler und Politiker aller Couleur.
Kirchweger wies auch Kritik bezüglich der Adresse der Stiftung, lautend auf Landhausplatz 1 in St. Pölten, zurück: "Wo sonst als an seinem Amtssitz soll ein Landeshauptmann eine - transparente - Stiftung für karitative Zwecke melden."













