Obama empfängt Iraks Regierungschef
Erstmals seit dem Abzug der US-Truppen aus irakischen Städten im vergangenen Monat kommen die politischen Führungen der beiden Staaten heute zu Gesprächen zusammen. Bei dem Treffen im Weißen Haus wollen US-Präsident Obama und der irakische Ministerpräsident Maliki über die künftigen Beziehungen sprechen. Danach will Obama im TV angesichts fallender Umfragewerte für seine Politik werben.
Die USA wollen angesichts der jüngsten Anschlagsserie insbesondere die Sicherheitslage im Irak und den Stand bei der politischen Aussöhnung der Volks- und Religionsgruppen erörtern. Die irakische Seite legt besonderen Wert auf den Ausbau der Handelsbeziehungen und auf Wirtschaftshilfe zur Modernisierung des Öl-Sektors. Derzeit sind noch etwa 130.000 US-Soldaten im Irak stationiert. Sie sollen bis Ende 2011 abziehen.
Angesichts fallender Umfragewerte und Kritik an seinen Pläne für eine Gesundheitsreform will Obama am Mittwochabend (Nacht auf Donnerstag 02.00 Uhr MESZ) in einer Pressekonferenz zur besten TV-Sendezeit für seine Politik werben. Die Reform ist eines der innenpolitischen Kernvorhaben Obamas, sie soll allen US-Bürgern Zugang zur Krankenversicherung gewähren.
Im Kongress und in Umfragen gibt es große Zweifel an der Finanzierbarkeit des Großprojekts. Außerdem wird erwartet, dass Obama bei der Pressekonferenz zur Wirtschaftslage und zu dem ausufernden Budgetdefizit der USA Stellung nimmt. Es ist der vierte Presseauftritt des Präsidenten zur besten Sendezeit seit seinem Amtsantritt.












