Schiitisches Fest in Bagdad endete friedlich
Die irakischen Sicherheitskräfte haben ihre erste Bewährungsprobe seit dem Abzug der US-Truppen aus den Städten bestanden: Eine religiöse Feier der Schiiten mit Hunderttausenden Pilgern verlief am Samstag in Bagdad ohne die befürchteten Anschläge. Die rund zwei Mio. Gläubigen gedachten ihres siebenten Imams, Mussa al-Kadhim (750-805), der in dem Schrein in der Moschee von Kadhimiya bestattet ist.
Der friedliche Verlauf der Feiern gilt als eine gelungene Bewährungsprobe für die irakischen Sicherheitskräfte. Sie übernahmen erstmals die alleinige Verantwortung für die Sicherheit einer derartigen Großveranstaltung, nachdem sich die US-Truppen Ende Juni aus den irakischen Städten in ihre Stützpunkte zurückgezogen hatten.
Aber vor den Feiern in Kadhimiya war es zu Bombenanschlägen gekommen: Am Freitag waren dabei zwei Pilger, ein Ehepaar, getötet und zwölf weitere verletzt worden, am Donnerstag wurden 18 Menschen verletzt.
In der Vergangenheit hatten Terroristen immer wieder große Ansammlungen von Pilgern und Gläubigen angegriffen. Die irakischen Behörden hatten deshalb die Sicherheitsmaßnahmen im Vorfeld der Feierlichkeiten verschärft. An den Pilgerstrecken galten Fahrverbote, um Anschläge mit Autobomben zu verhindern. Alle Teilnehmer der Feier wurden an den Zugängen mit Hilfe von Sicherheitsschleusen auf Waffen untersucht.












