Berlusconi denkt an Verkauf seiner Villa

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Der italienische Regierungschef Berlusconi denkt an den Verkauf seiner Luxusvilla auf Sardinien, die wegen pikanter Partys mit jungen Frauen und unerlaubter Fotos in das Rampenlicht eines internationalen Skandals um sein Privatleben gerückt ist. "Nach all dem, was geschehen ist, fühle ich mich dort nicht mehr zu Hause", wurde Berlusconi von der römische Tageszeitung "La Repubblica" zitiert.
Die Villa Certosa in der renommierten Badeortschaft Porto Rotondo an der sardischen Costa Smeralda wird mit 200 Millionen Euro bewertet. Eine Summe, die sogar für reiche russische Oligarchen als hoch gilt. Die Villa hat einen 50 Hektar großen Park mit exotischen Pflanzen, um die sich Berlusconi selbst kümmert. Der Ministerpräsident könnte die Villa der Region Sardinien schenken, sollte er keinen Käufer finden, berichtete "La Repubblica".
Die Villa Certosa ist seit Jahren Berlusconis Sommerresidenz. Der italienische Ministerpräsident liebte es, im August Regierungschefs und Präsidenten in der 2.500 Quadratmeter großen Villa mit atemberaubendem Ausblick auf das Meer einzuladen. 2005 hatte der damalige britische Premierminister Blair Berlusconi in seiner Villa besucht. 2003 hatte der italienische Regierungschef den russischen Präsidenten Putin nach Sardinien eingeladen. Im August 2008 war auch der damalige tschechische Premierminister Topolanek eingeladen worden, der von einem Fotografen nackt in Berlusconis Villa abgeblitzt wurde.
Nach der Skandalserie um sein Privatleben will Berlusconi auf einen Sommerurlaub auf Sardinien verzichten und in die vom Erdbeben im April zerstörte Region Abruzzen ziehen. "Ich suche eine Wohnung in L'Aquila im August, um die Fortschritte beim Wiederaufbau zu überwachen", berichtete Berlusconi nach Ende des G-8-Gipfels in L'Aquila vergangene Woche. Gerüchten zufolge hat der Ministerpräsident bereits ein Bauernhaus außerhalb L'Aquilas gekauft.












