China spricht von 12 Toten durch Einsatz in Urumqi
Knapp zwei Wochen nach den schweren Unruhen in der Nordwest-Provinz Xinjiang mit offiziell 192 Toten haben die chinesischen Behörden erstmals konkrete Zahlen genannt, wieviele Menschen durch den Polizeieinsatz ums Leben gekommen sind. Es habe insgesamt zwölf getötete "Aufrührer" gegeben, berichtete die Nachrichtenagentur Xinhua am Samstag unter Berufung auf die Regionalregierung in Urumqi.
Drei "Aufrührer" kamen demnach direkt beim Polizeieinsatz ums Leben, neun weitere erlagen später ihren Verletzungen. Über die ethnische Zugehörigkeit gab es keine Informationen. Die Behörden hatten die mehrheitlich muslimischen Uiguren für die Unruhen verantwortlich gemacht, bei denen nach offizieller Darstellung 192 Menschen getötet wurden.
Die Uiguren wehren sich gegen die seit Jahrzehnten betriebene Ansiedlung von Han-Chinesen in Xinjiang. Nach dem Gewaltausbruch vor knapp zwei Wochen blieb die Lage angespannt. Am Freitag erhielten die Uiguren erstmals wieder die Möglichkeit, dem muslimischen Freitagsgebet beizuwohnen, allerdings unter strengen Kontrollen.












