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Zuletzt aktualisiert: 18.07.2009 um 12:53 UhrKommentare

Gratis-Kindergärten: Mehr Anmeldungen in Steiermark und Kärnten

In den meisten österreichischen Bundesländern kommt es zu einem Anmelde-Plus für Gratis-Kindergärten. Niederösterreich und Burgenland stagnieren, Steiermark und Kärnten verrechnen Zuwächse.

Foto ©

Die Einführung des Halbtages-Gratiskindergarten für Fünfjährige in ganz Österreich zeitigt unterschiedliche Folgen für die Bundesländer. Während mancherorts unter Hinweis auf die bereits hohe Betreuungsquote in dieser Altersgruppe kaum ein Anmeldungsplus in öffentlichen Kinderbetreuungsstätten registriert wird, ist in anderen Ländern sehr wohl ein Anstieg zu bemerken, ergab ein APA-Rundruf. Einige Länder verfügen allerdings noch über gar keine Statistiken.

Zuwachs in Bundesländern

"Sicher mehr Anmeldungen als im Vorjahr" erwartet in Kärnten die Kindergarteninspektorin des Landes, Iris Raunig. Genaue Zahlen gebe es aber erst im September. Engpässe gebe es keine: "Teilweise wurden neue Plätze geschaffen, so haben wir alle, die angemeldet wurden auch untergebracht", so Raunig. In Kärnten ist der Kindergarten seit 2006 für Fünfjährige halbtägig gratis - 75 Euro gehen dafür pro Monat vom Land an die Betreiber, das Mittagessen ist nicht inkludiert. Im März 2008 wurde die Initiative vom dritten bis zum sechsten Lebensjahr ausgeweitet. Die Kosten dafür belaufen sich auf rund sieben Millionen Euro pro Jahr.

In der Steiermark gibt es seit dem Herbst 2008 den Gratiskindergarten für alle Drei- bis Sechsjährigen. Im Vergleich zum Vorjahr gebe es für diese Altersklasse insgesamt 27 Kinderbetreuungsgruppen mehr, zog Bildungs- und Familienlandesrätin Bettina Vollath (S) unlängst Bilanz. 43 Halbtagesgruppen wurden zu Ganztagesgruppen ausgeweitet, in denen jetzt zusätzliche 870 Buben und Mädchen betreut werden.

In Wien stand die Debatte um das zwischen Bund und Ländern vereinbarte "Gratis-Kindergartenjahr" ganz im Schatten der Einführung des beitragsfreien Kindergartens ganztags und für alle Altersgruppen. Im Februar wurde verkündet, dass Eltern künftig nur mehr für das Essen ihrer Sprösslinge zahlen müssen. Der Rest, immerhin 226 Euro, entfällt künftig in den städtischen Krippen und Kindergärten. Die Regelung tritt ab 1. September in Kraft. Auf die Anmeldungen kann sich das aber nicht auswirken, denn die mussten in den städtischen Einrichtungen bereits zu Jahresbeginn vorgenommen werden, also vor sämtlichen Beschlüssen.


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