GÖD drängt auf Umsetzung der Strukturreform im ÖGB
Die Gewerkschaft Öffentlicher Dienst drängt auf Umsetzung der Strukturreform des ÖGB. Mit der 2006 beschlossenen Reform sollten die Bezirksvorstände aufgelöst und stattdessen die Betreuung der Mitglieder in größeren Regionen organisiert werden. Die Auflösung der Bezirksbüros hat aber nur formal stattgefunden, de facto sind häufig die Bezirks- nur in Regionalbüros umgetauft worden.
"Das ist Geldverschwendung", kritisierte Hermann Feiner, das von der GÖD entsandte Mitglied in den ÖGB-Bundesvorstand im Gespräch mit der APA. Gleichzeitig warf der Christgewerkschafter dem ÖGB vor, in der Steuerdebatte "klassenkämpferische Parolen" zu dreschen.
Der GÖD-Organisationsreferent will grundsätzlich eine Abschlankung der Strukturen des ÖGB als Dachorganisation und auf der anderen Seite eine Stärkung der Einzelgewerkschaften als "Träger der gewerkschaftlichen Arbeit". Deshalb sollte die Dachorganisation ÖGB künftig in keinem Bundesland mehr als fünf Büros in fünf Regionen haben. In einigen Bundesländern sei man davon weit entfernt, so gebe es etwa in Oberösterreich statt der 17 Bezirks- nun 16 Regionalbüros. Zudem betreibt der ÖGB in allen Bundesländern mit Ausnahme von Wien Landesvorstände und auch alle acht Einzelgewerkschaften sind in allen Bundesländern außer Wien mit jeweils einem Landesvorstand vertreten.
Wieviel an Einsparung sein Vorschlag bringen würde, konnte Feiner nicht genau sagen. Er verwies aber auf die Finanzvereinbarung des ÖGB mit den Gewerkschaften, wonach das ÖGB-Budget von 2008 bis 2010 von 39 Millionen auf 29 Mio. Euro sinkt. Das sei nur zu schaffen, wenn man die Doppelstrukturen behebe.
In der Steuerdebatte sieht Feiner vonseiten des ÖGB nur "klassenkämpferische Parolen", die den Arbeitnehmern nicht viel bringen und dem ÖGB nicht guttun würden.












