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Zuletzt aktualisiert: 16.07.2009 um 13:48 UhrKommentare

Kärnten klares Schlusslicht bei Kinderbetreuungsplätzen

In Österreich wurden im vergangenen Jahr 9.000 Betreuungsplätze geschaffen. In Kärnten gibt es bei den Plätzen für unter Dreijährige sogar 88 Plätze weniger als im Jahr davor.

In Kärnten schrumpften die Plätze für unter Dreijährige - 88 weniger als im Jahr zuvor musste man verzeichnen

Foto © APAIn Kärnten schrumpften die Plätze für unter Dreijährige - 88 weniger als im Jahr zuvor musste man verzeichnen

9.000 Kinderbetreuungsplätze wurden im letzten Kindergartenjahr in Österreich geschaffen. Nur nicht in Kärnten. Während in der Steiermark bei den Betreuungsplätzen für unter Dreijährige fleißig ausgebaut wurde - 2.300 Plätze mehr - baute man im südlichen Bundesland zurück. Mit 88 Plätzen weniger als im Jahr zuvor ist Kärnten hier klares Schlusslicht.

Von insgesamt 9.175 geschaffenen Betreuungsplätzen seien 4.777 für unter dreijährige Kinder entstanden, erklärte Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek (SPÖ) am Donnerstag bei einer Pressekonferenz Betriebskindergarten des Bundeskanzleramtes. Damit könnten derzeit rund 14 Prozent der Kleinkinder betreut werden, "nächstes Jahr sollte es jedes dritte Kind unter drei Jahren sein". Am fleißigsten beim Ausbau der Betreuungsplätze war Wien mit rund 2.700, Niederösterreich mit rund 2.300 und die Steiermark mit rund 980.

Mehr als die Hälfte davon steht für unter Dreijährige zur Verfügung, so Heinisch-Hosek weiter. Wien, Niederösterreich und die Steiermark haben die Betreuungsplätze am fleißigsten ausgebaut. Niederösterreich und Wien haben im vergangenen Kindergartenjahr mit einem Plus von rund 2.200 beziehungsweise 1.200 auch die meisten Plätze für unter Dreijährige geschaffen. Schlusslicht ist hier Kärnten, wo es 88 Plätze weniger gab als im Jahr davor.

Neue Arbeitsplätze

Mit dem Ausbau der Betreuungsplätze wurden auch rund 3.270 Arbeitsplätze geschaffen, betonte Heinisch-Hosek. Dies entspreche einer Steigerung von fast acht Prozent. Die Nachfrage nach Personal für die Kinderbetreuung würde in Zukunft weiter steigen, meinte die Frauenministerin. Man werde sich deshalb erstens das Gehalt der Betreuerinnen anschauen müssen und außerdem auch arbeitslose Männer motivieren, sich umschulden zu lassen.

Heinisch-Hosek sieht in der Bilanz die Mittel des Bundes, dreimal 15 Millionen Euro jährlich bis 2010, sowie auch die Investitionen der Länder, die 20 Millionen Euro pro Jahr zuschießen, bestätigt. Klar sei aber auch: "Wir dürfen hier nicht stehenbleiben." Die Betreuung müsse noch "lückenloser" werden, vor allem ganztägige Betreuungsplätze müssten weiter ausgebaut werden. Die Frauenministerin will außerdem, dass die Länder die Schließungstage "harmonisieren", da diese nicht den Anforderungen von berufstätigen Eltern entsprechen würden. Man müsse "rechtzeitig dafür Sorge tragen, dass die Mittel auch nach 2010 zur Verfügung stehen".


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