Moussavi erstmals seit Wahl bei Freitagsgebet

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Der unterlegene iranische Präsidentschaftskandidat Mir-Hossein Moussavi will erstmals seit der umstrittenen Wahl an einem öffentlichen Freitagsgebet teilnehmen. Moussavi teilte am späten Mittwochabend auf seiner Internetseite mit, er werde bei dem Gebet an der Universität von Teheran erscheinen. Das Gebet leiten und die Predigt halten soll der frühere iranische Präsident Akbar Hashemi Rafsanjani.
Moussavi, der bei der Wahl am 12. Juni als aussichtsreicher Kandidat gegen Ahmadinejad angetreten war, wirft diesem Wahlbetrug vor. Proteste der Bevölkerung gegen die Ausrufung Ahmadinejads als Sieger wurden gewaltsam niedergeschlagen. Moussavi war nach der Wahl mehrfach bei den Massenprotesten aufgetaucht, jedoch waren seine kurzen Ansprachen dabei kaum zu hören gewesen, und das staatliche Fernsehen im Iran hatte sie nicht übertragen.
Beobachter erwarten, dass viele Oppositionelle den Auftritt Rafsanjanis, ebenfalls Rivale des wiedergewählten Präsidenten Mahmud Ahmadinejad, und Moussavis beim Freitagsgebet nutzen werden, um sich erneut zu versammeln. Traditionell sind die Freitagsgebete ein Podium für das konservative Establishment.
Die iranischen Behörden wollen unterdessen "gewisse politische Figuren" hinter den Protesten der vergangenen Wochen gegen die umstrittene Wiederwahl von Präsident Ahmadinejad ausgemacht haben. Im Gefolge der Proteste wurden im Iran zahlreiche Politiker und Aktivisten festgenommen. Unter den prominenten Verhafteten sind laut Press TV unter anderem Ex-Vizepräsident Mohammad-Ali Abtahi, Ex-Vizeinnenminister Mostafa Tajzadeh, Ex-Vizeparlamentspräsident Behzad Nabavi, Ex-Vizeaußenminister Mohsen Aminzadeh, der prominente Journalist Saeed Hajjarian sowie der Vorsitzende des Iranischen Journalistenverbandes, Ali Mazroui.













