Angeblich Taliban-Chef im Swat-Tal verletzt
Der Führer der radikalislamischen Taliban im pakistanischen Swat-Tal ist nach Armeeangaben bei einem Luftangriff verletzt worden. Laut einem Militärsprecher, der sich auf "glaubwürdige Informationen" berief, wurde Maulana Fazlullah getroffen und verwundet. Bei zwei US-Luftangriffen auf Taliban-Rebellen im pakistanisch-afghanischen Grenzgebiet starben am Mittwoch mehr als 50 Menschen.
Mindestens 40 Rebellen seien getötet und etwa ein Dutzend weitere verletzt worden, als ein unbemanntes Flugzeug fünf Raketen auf einen Fahrzeugkonvoi der Extremisten abgefeuert habe, hieß es aus Sicherheitskreisen in Süd-Waziristan.
Zuvor hatte eine andere US-Drohne eine Stellung der Taliban in dem pakistanischen Gebiet, das an Afghanistan grenzt, ins Visier genommen. Dabei starben den Angaben zufolge zehn Menschen, drei wurden verletzt. Bei allen Opfern soll es sich um Anhänger des Extremisten-Führers Baitullah Mehsud handeln. Er soll enge Verbindungen zu Taliban und Al-Kaida-Terroristen haben, die in Afghanistan aktiv sind und das Stammesgebiet als Rückzugsraum nutzen.
In Ost-Afghanistan stehen die Taliban unterdessen nach offiziellen Angaben kurz davor, einen Bezirk einzunehmen. Noch hielten die Regierungstruppen den Amtssitz in Barg Matal, sagte der Gouverneur der Provinz Nurista am Mittwoch. "Aber wenn wir keine Verstärkung hinschaffen können, wird es den Taliban zufallen." Das Verteidigungsministerium in Kabul kündigte an, es würden 130 Soldaten und Polizisten nach Barg Matal entsandt. Die Kämpfe seien inzwischen abgeflaut.












