In Deutschland angeklagte Islamisten gestanden
Mit umfangreichen Geständnissen haben die in Deutschland angeklagten mutmaßlichen islamistischen Sauerland-Terroristen die Justiz überrascht. Die Aussagen seien "sicher umfassender, als man zu Beginn dieser Vernehmungsprozedur erwarten konnte", sagte der Vorsitzende Richter am Düsseldorfer Oberlandesgericht, Ottmar Breidling, am Mittwoch.
Die mit Spannung erwarteten Aussagen der Islamisten sollen nach der Sommerpause ab dem 10. August verlesen werden. Im Sauerland-Prozess hat Breidling den vier Islamisten einen "spürbaren Strafnachlass" im Falle umfassender Geständnisse in Aussicht gestellt. Die Angeklagten hatten vor einem Monat Aussagen angekündigt und werden seitdem getrennt in den Gefängnissen durch Beamte des Bundeskriminalamtes vernommen.
Die Angeklagten sollen eine Terrorzelle der Islamischen Dschihad Union (IJU) gebildet und in Deutschland verheerende Anschläge mit Autobomben geplant haben. Drei der Islamisten waren am 4. September 2007 in einem Dorf im Sauerland (Nordrhein-Westfalen) von der Spezialeinheit GSG 9 festgenommen worden. Einer wurde später in der Türkei verhaftet.












