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    Zuletzt aktualisiert: 11.10.2009 um 17:42 UhrKommentare

    Benedikt XVI. sprach im Petersdom fünf Selige heilig

    "Vorbilder für die Weltkirche": Unter den neuen Heiligen, die von Papst Benedikt XVI heilig gesprochen worden, ist der "Apostel der Aussätzigen" Damian de Veuster.

    Foto © APA

    Mit einem Festgottesdienst im Petersdom hat Papst Benedikt XVI. am Sonntag fünf Selige heiliggesprochen, darunter den aus Belgien stammenden "Apostel der Aussätzigen" Damian de Veuster (1840-1889). Weiter erhob er laut Kathpress den früheren Erzbischof von Warschau, Zygmunt Szczesny Felinski (1822-1895), den spanischen Dominikaner Francisco Coll y Guitart (1812-1875), den spanischen Zisterzienser Rafael Arnaiz Baron (1911-1938) und die französische Ordensgründerin Marie de la Croix (1792-1879) zu höchsten Ehren der Altäre.

    An der Messe, die wegen des unsicheren Wetters vom Petersplatz in den Petersdom verlegt werden musste, nahmen unter anderen das belgische Königspaar Albert II. und Paola, der polnische Präsident Lech Kaczynski sowie der französische Premierminister Francois Fillon teil.

    In seiner Predigt bezeichnete Benedikt XVI. die fünf neuen Heiligen als Vorbild für die gesamte Weltkirche und als Leitfiguren für das Leben der Gläubigen. Sie hätten vorbehaltlos und ohne berechnendes Kalkül ihr Leben für Gott und für die Nächsten eingesetzt, hätten auf irdische Güter oder eigenen Ruhm verzichtet und sich damit gegen den vorherrschenden Zeitgeist gestellt.

    Der aus Flandern stammende de Veuster verließ mit 23 Jahren seine Heimat, um auf Hawaii als Missionar unter den Armen zu leben. Er habe sich entschieden, auf die Aussätzigen-Insel Molokai zu gehen, um dort unter den Ausgestoßenen zu leben und ihnen christliche Hilfe und Solidarität zu erweisen, erinnerte der Papst.

    Den frühere Warschauer Erzbischof Felinski würdigte Benedikt XVI. als großen Glaubenszeugen, der sich in einer schwierigen Phase der polnischen Nation und ihrer Kirche bewährte. Vor dem Aufstand 1863 gegen die russische Annexion habe er sich bemüht, unnötiges Blutvergießen zu verhindern. Auf Anordnung des Zaren musste Felinski für 20 Jahre ins Exil an der Wolga gehen, ohne je wieder in seine Diözese Warschau zurückkehren zu können.

    Als Vorbild besonders für junge Menschen bezeichnete der Papst den spanischen Trappisten und Mystiker Raffaele Arnaiz Baron. Mit 22 Jahren gab er eine vielversprechende Karriere als Architekt auf und trat ins Kloster ein. Trotz schwerer Krankheit kehrte er nach vorläufiger Genesung wieder zu seinem Orden zurück, um sein Leben ganz dem Gebet und der Christusnachfolge zu widmen. Er starb im Alter von 28 Jahren.

    Der spanischen Dominikaner Coll y Guitart erreichte nach den Worten des Papstes mit seinen Predigten die Herzen seiner Zuhörer und trug so zur Bekehrung vieler Menschen bei. Beispielhaft sei schließlich auch der Dienst der französischen Ordensgründerin Marie de la Croix gewesen. Sie hatte einen großen Teil ihres Lebens der Betreuung alter und einsamer Menschen gewidmet, die von ihren Familien allein gelassen wurde.

    Beim Angelus-Gebet rief der Papst zu mehr Fürsorge für alte Menschen auf. "Viele alte Menschen leiden unter Armut und Einsamkeit, da sie oft auch von ihren eigenen Familien verlassen worden sind", sagte Benedikt XVI.. "Unsere Gesellschaften sollen die Rolle und den einzigartigen Beitrag dieses Lebensabschnitts wieder entdecken", sagte der Papst.


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