Bulgarische Mafiosi schafften kein Mandat: Zurück ins Gefängnis
Die bulgarischen Medien berichteten von skurrilen Wahlbetrugsversuchen und Damenunterwäsche als "Wahlzuckerl".

Foto © ReutersDie "Galewi-Brüder" saßen seit Ende 2008 in U-Haft.
Freie Wahlen haben auch ihre Grenzen: Für die als "Gebrüder Galewi" berühmt-berüchtigten bulgarischen Mafiabosse Plamen Galew und Angel Hristov wird es nichts mit dem Traum von der Freiheit. Die beiden waren aus der Haft entlassen worden, weil sie sich als Kandidaten für die anstehende Parlamentswahl registriert hatten und dadurch Immunität genossen. Sie saßen seit Ende 2008 wegen Organisierter Kriminalität, Erpressung und Nötigung in U-Haft - und müssen, nachdem keiner der beiden einen Parlamentssitz errang, jetzt wieder dorthin zurückkehren.
Skurril. Die bulgarischen Medien berichteten am Sonntag ständig über Wahlbetrugsversuche - oft mit unfreiwillig komischem Hintergrund: So stellten die Behörden fest, dass sich unter ein und derselben Anschrift in Sofia insgesamt 1.000 Personen angemeldet hatten und abstimmen wollten. An der Adresse findet sich allerdings nur ein längst verlassenes und verfallenes Haus. Aus der Region Krdschali, einer Hochburg der "Türkenpartei" Bewegung für Rechte und Freiheiten (DPS), wurde wiederum berichtet, dass die Wähler dort mit der Verteilung von gebratenem Lamm und Damenunterwäsche "motiviert" wurden.
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Fakten
Nach vier Jahren unter der Regierung der Sozialisten (Ex-Kommunisten) hat sich Bulgarien bei der Parlamentswahl am Sonntag mit entschieden.
Die oppositionelle bürgerliche GERB-Partei gewann im ärmsten EU-Land nach ersten Prognosen bis zu 117 der insgesamt 240 Mandate im Parlament.












