Vassilakou vorübergehend Klubobfrau der Grünen
Die Wiener Klubobfrau Maria Vassilakou hat mit der Geburt des zweiten Kindes von Eva Glawischnig diese Woche die Führung der Grünen übernommen. Bis zur Rückkehr Glawischnigs im September wird sie nicht wenig zu tun haben, denn die Grünen wollen bis zum Herbst ihr Zukunftsprogramm in die Wege leiten und auch die personelle Verjüngung vorbereiten.
Die Entscheidung über die Bestellung eines zweiten Stellvertreters für Glawischnig und die Nachfolge von Bundesgeschäftsführerin Michaela Sburny wird im Herbst fallen. Für Vassilakou wäre die Grazer Vizebürgermeisterin Lisa Rücker "sehr geeignet" für eine Bundesfunktion, das sei aber "ihre Entscheidung". Ob Rücker diesem Ruf folgen wird, ist fraglich, sie hat schon einmal abgewunken.
Eine "Frischzellenkur" plant Vassilakou auch für die Zusammenarbeit mit NGOs. Ein Ergebnis der angestrebten Reform soll eine Verbreiterung und Öffnung sein. Dazu wollen die Grünen auf dem für den Herbst geplanten Zukunftskongress ihre Konzepte zur Diskussion mit Experten, NGOs und interessierten Bürgern stellen und sie dann auch weiterentwickeln.
Inhaltlich soll sich der "Zukunftspakt" u.a. mit Lebensqualität, sozialer Sicherheit, Arbeitsplätzen und Ökologie beschäftigen. Die Grünen wollen mehrere Milliarden Euro in Förderung erneuerbarer Energie und thermische Sanierung stecken und damit nicht nur Tausende Arbeitsplätze schaffen, sondern auch die Heizkosten tausender Haushalte auf zehn Prozent reduzieren.
"Grün stoppt Blau" - so lautet Maria Vassilakous Ziel für die Wiener Gemeinderatswahl 2010. Ihre Vision sei es, mit 150.000 Wählern ein "politisches Erdbeben" auszulösen, umriss sie im APA-Interview ihr Wahlziel. Bei der Gemeinderatswahl 2005 konnte ihre Partei knapp 100.000 Stimmen (14,63 Prozent) erzielen.












