IAEO-Gouverneursrat bestätigt Amano als neuen Chef
Der Gouverneursrat der in Wien ansässigen Internationalen Atomenergie-Organisation hat am Freitag die Wahl des Japaners Yukiya Amano zum Nachfolger von IAEO-Chef Mohammed ElBaradei bestätigt. Amano wird demnach am 1. Dezember dieses Jahres für vier Jahre das Amt des Vorsitzenden antreten. Er wolle die Interessen aller Länder, Regionen und Gruppen vertreten, meinte Amano in der Wiener UNO-City.
Formell bestellt wird Amano durch eine IAEO-Generalversammlung im September. Der Generaldirektor sei "unabhängig" und in diesem Sinne werde er den Vorsitz führen, sagte Amano. Für seine Wahl sei er von Industrie- und Entwicklungsländern unterstützt worden. Die Aufgaben, die der Organisation bevorstünden seien "gewaltig". Die IAEO trete dafür ein, dass der Iran und Syrien die von ihnen geforderten Sicherheitsabkommen implementierten. Auf die Frage, ob er Sanktionen gegenüber dem Iran unterstütze, antwortete Amano, dass er keine Details nennen wolle. Das Ziel der Nicht-Weiterverbreitung von Atomwaffen sei fundamental.
Gefragt nach dem Nuklearprogramm Nordkoreas sagte Amano, dass die Sechs-Parteien-Gespräche im Laufen wären und dass Dialog der einzige Weg für eine Lösung sei. Die IAEO werde dabei eine wichtige Rolle spielen. Hinsichtlich des IAEO-Budgets sprach er sich für eine Balance zwischen Forderungen der Länder und Ressourcen der Organisation aus.
Der iranische IAEO-Botschafter Ali Asghar Soltanieh gratulierte Amano. Die Entwicklungen seit dem Anfang des Wahlprozesses zeigten seiner Meinung nach "Mängel" in der IAEO auf, die behoben werden müssten. Am meisten beunruhige ihn die "Polarisation der Mitgliedsländer".












