UNO einigt sich auf Plan zur Krisenbewältigung
Mehr als 140 Staaten haben sich zum Abschluss der UNO-Konferenz über die Auswirkungen der globalen Finanzkrise auf einen gemeinsamen Plan zur Krisenbewältigung geeinigt. Der Plan soll verhindern, dass die führenden Industriestaaten sich auf Kosten der Entwicklungsländer sanieren. Den Vereinten Nationen kommt dabei eine besondere Rolle als Interessenvertreter der armen Länder zu.
Das 15 Seiten umfassende Dokument wurde am Freitag von den Delegierten der Konferenz in New York ohne Widerspruch angenommen. Das Papier, in dem nicht alle Forderungen der armen und der reichen Länder erfüllt sind, ist nicht bindend.
Mehrere Teilnehmer der dreitägigen Konferenz forderten ein besonderes Insolvenzrecht für Entwicklungsländer, die in der Finanzkrise zahlungsunfähig werden. Wenn Unternehmen wie Chrysler und General Motors in der Insolvenz geholfen werde, müsse dies auch für Länder mit Milliarden Menschen gelten, sagte der Direktor des South Centers, Martin Khor. Dessen Forschungseinrichtung mit Sitz in Genf gehören 50 Entwicklungsländer an.
Khor schlug die Einrichtung eines internationalen Schuldenvermittlungssystems in Form eines Insolvenzgerichts vor. Dieses sollte nach wissenschaftlichen Kriterien die Höhe der Abschreibung für die Schulden eines Staates festlegen und dann bestimmen, wieviel Geld die Gläubiger bekommen sollten. Anschließend könnte das betroffene Land schuldenfrei neue Finanzierungen erhalten. Panitchpakdi schlug vor, die Weltbank und den Internationalen Währungsfonds (IWF) zusammen mit Organisationen wie dem South Center zu einer neuen Diskussion über die Insolvenz von Staaten zusammenzubringen.












