Verein soll Streetwork retten
Villach will heiß diskutiertes Streetworker-System jetzt mit Hilfe eines überparteilichen Vereines sichern, in dem Land und Stadt vertreten sind. Geld ist bis Jahresende fix.
Um das Ende der in Villach erfolgreich tätigen Streetworker abzuwenden, hat Bürgermeister Helmut Manzenreiter einen Vorschlag ausgearbeitet, der sich bereits bei anderen wichtigen Projekten bewährt hat: "Ähnlich wie bei der Alpen-Arena oder bei der Villacher Stadthalle müssten wir mit dem Land Kärnten gemeinsam einen Verein gründen, der dann als Träger des Streetworker-Systems auftritt."
Vierter Streetworker.
Bis Jahresbeginn 2010 würde man die nötigen Voraussetzungen für den überparteilichen Verein geschaffen haben. "Und bis dahin ist das Geld für die Streetworker ja ohnehin gesichert, hat uns Soziallandesrat Christian Ragger versichert; er hat sogar einen vierten Kollegen angedacht." Nach den heftigen Diskussionen der vergangenen Wochen um die Förderungskürzungen mussten die Villacher Streetworker mit Ende Juni gekündigt werden. Manzenreiter: "Wir bezahlen als Stadt ohnehin 53 Prozent der Sozialleistungen in die Landestöpfe, das sind 19 Millionen Euro - und zwar ohne jede Mitsprache. Und mehr geht auch nicht."
Villach hätte gut gewirtschaftet und wolle jetzt nicht die Finanzmisere im Land kitten helfen. Die Stadt hätte mit dem Land einen Vertrag und es wäre sehr befremdlich, dass dieser nun einseitig gekündigt wurde: "Dieser Arbeitsstil ist abzulehnen, wir haben mit dem Sozialreferat des Landes immer gut kooperiert."
Der neu zu gründende Verein für das Projekt Streetwork wäre ein guter Kompromiss, meint Manzenreiter.
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Hintergrund
Chronik. Soziallandesrat Ragger (BZÖ) hatte vor Wochen die Landesförderung für die Villacher Streetworker drastisch gekürzt - Begründung: Die Verwaltung würde unverhältnismäßig viel Geld kosten.
Das Villacher Streetworker-Team steht vor der Kündigung. Vizebürgermeister Richard Pfeiler (SPÖ) hatte massiv Alarm geschlagen.
Lösungsansätze. Ragger schlug als Rettung des Streetworker-systems vor, die Organisation dem bereits im Lavanttal tätigen Verein "Kraftwerk" anzuschließen oder in den weitgehend unbekannten Verein "Kärnten sozial" einfließen zu lassen. Ragger brachte auch die Arge Sozial ins Spiel, die jedoch abwinkte.












