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Zuletzt aktualisiert: 17.06.2009 um 14:55 UhrKommentare

Lynndie England als "tickende Zeitbombe" für die US-Regierung

Die durch die Folter-Fotos zu trauriger Berühmtheit gekommen Ex-Soldatin Lynndie England zeigt keine Reue. Weitere Fotos aus dem Irak könnten die US-Regierung in Bedrängnis bringen.

Lynndie England war zu drei Jahren Haft verurteilt worden

Foto © APALynndie England war zu drei Jahren Haft verurteilt worden

In einem Interview mit der britischen "Daily Mail" behauptet Lynndie England, noch weitere 800 Fotos aus ihrer Irak-Zeit zu besitzen. Fotos, die das Image der US-Armee und des Weißen Hauses stark beschädigen könnten. Die 2004 bekannt gewordenen Fotos von Erniedrigungen und sexuellen Demütigungen irakischer Gefangener durch US-Militärangehörige hatten weltweit Empörung hervorgerufen.

Folterskandal. Auf den Bildern ist unter anderen die Soldatin Lynndie England zu sehen, wie sie lächelnd auf die Genitalien eines Häftlings zeigt und einen Gefangenen an einer Hundeleine führt. Auf den von Wärtern aufgenommenen privaten Fotos waren auch nackte Gefangene zu sehen, die zu einer Pyramide aufgetürmt wurden. Elf US-Soldaten wurden wegen der Vorfälle in Abu Ghraib verurteilt.

Keine Reue. Im vor kurzen erschienenen Interview mit der "Daily Mail" zeigt die Ex-Soldatin keine Reue: "Entschuldigen? Wofür soll ich mich entschuldigen? Alles was ich gemacht habe, war auf den Bildern zu sein. Wenn ich mich entschuldigen würde, dann würde ich auch meine Schuld eingestehen - und ich bin nicht schuldig. Ich tat nur meine Pflicht." Die mittlerweile 26-Jährige spricht in diesem Interview auch von 800 weiteren Fotos, die als "tickende Zeitbombe" für die US-Regierung bezeichnet werden.

Weitere Folter-Fotos. Ihr Anwalt Roy T. Hardy bestätigt die Existenz der Folter-Fotos, die in einem Tresor aufbewahrt werden. Der Autor der jüngst erschienenen Biografie von Lynndie England, Gary Winkler, glaubt, dass die Fotos an den meistbietenden verkauft werden sollen.


Foto

Foto © AP

Die Fotos aus dem Gefängnis Abu GhraibFoto © AP

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