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Zuletzt aktualisiert: 17.06.2009 um 14:12 UhrKommentare

Berlusconi beklagt sich über Medien

Der italienische Premierminister Berlusconi hat am Mittwoch gegen Medien protestiert, die voll mit "Müll und Lügen" über ihn seien. Die Tageszeitung "Corriere della Sera" hatte zuvor berichtet, das die Staatsanwaltschaft von Bari gegen einen mit Berlusconi befreundeten Unternehmer ermittelt, der mit Schmiergeldern Aufträge im Gesundheitsbereich erhalten haben soll.

Der Unternehmer, der Berlusconi des öfteren in seiner Luxusvilla auf Sardinien besuchte, soll dem Premierminister junge Frauen vermittelt haben, die gegen Bezahlung an Partys des Ministerpräsidenten teilgenommen und sich nachtsüber in seinen Residenzen in Rom und auf Sardinien aufgehalten hatten. Eine von ihnen, die vom "Corriere" interviewt wurde, bestätigte, 2.000 Euro für den Besuch an einer Party Berlusconis erhalten zu haben.

Der italienische Premierminister hatte sich bereits am Samstag als "Opfer eines umstürzlerischen Komplotts" bezeichnet. Mit Skandalen über sein Privatleben versuche man ihn als Premierminister zu ersetzen, sagte Berlusconi bei einer Unternehmerversammlung. Die Skandale über sein Privatleben seien nur "Lügen", mit denen man versuchen wolle, ihn "mit einer anderen Person zu ersetzen, die nicht von den Italienern gewählt worden ist", sagte Berlusconi. Er beklagte sich über die negativen Auswirkungen der gegen ihn gerichteten Kampagne auf das Ansehen Italiens im Ausland.

Unterdessen geriet die kürzlich zur Tourismusministerin ernannte italienische Mitte-Rechts-Politikerin Michela Vittoria Brambilla unter Druck. Die römische Zeitung "La Repubblica" veröffentlichte am Mittwoch Bilder aus einem Video, in dem Brambilla gezeigt wird, wie sie bei einem Polizeifest in ihrer lombardischen Heimatstadt Lecco den rechten Arm hebt - genau wie beim "saluto romano", wie der Faschisten-Gruß in Italien genannt wird.

Quelle: APA

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