FPÖ schlägt militärische "Stellung" für Frauen vor
Um den Präventionsgedanken zu stärken, sollen laut FP-Ärztesprecher Karlsböck auch Frauen zur Musterung gehen. Er sieht derzeit eine geschlechtliche Benachteiligung.

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In der Debatte um die Finanzierung des
österreichischen Gesundheitssystems lässt die FPÖ mit einer eher
unkonventionellen Idee aufhorchen: Um den Präventionsgedanken zu
stärken, könnten künftig auch junge Frauen zur militärischen
"Stellung" gebeten werden, ohne dass eine Wehrpflicht besteht. An
eine Verpflichtung will FP-Ärztesprecher Andreas Karlsböck im
Gespräch mit der Austria Presse Agentur derzeit allerdings noch nicht denken. Tatsache sei jedenfalls, dass Frauen durch das fehlen dieses Angebots benachteiligt seien.
Finanzierung durch Gesundheitssystem.
Eine Finanzierung der "Stellung" für Frauen kann sich Karlsböck
aus dem Topf des Gesundheitsministeriums vorstellen, während die
Untersuchung der Männer weiter das Verteidigungsministerium
übernimmt. Zum Thema Pflicht bleibt er hingegen vage. Man müsse
einmal schauen, wie das Angebot wahrgenommen wird und nach einem Jahr
evaluieren. So könnten Frauen, die zur Musterung gehen, etwa Vorteile
bei den Kassenbeiträgen erwarten, so der FP-Ärztesprecher.
Abgewickelt könnte das über die E-Card werden, so Karlsböck.
"Gleichbehandlung".
"Nach der Schule ist für männliche Jugendliche die Stellung beim
Heer vorgesehen, die für jeden verpflichtend ist. Für Mädchen gibt es
nichts Vergleichbares", argumentiert Karlsböck. "Warum also nicht
auch die Mädchen durch die Stellungsstraße beim Heer schicken?" Das
Argument könne die geschlechtliche Gleichbehandlung sein. Denn nach
dem Heer ende die staatliche Vorsorge für alle Österreicher und jeder
sei auf sich alleine gestellt. Aber auch im Kindergarten würden
bereits Lücken bestehen, die man etwa mit Beratungstagen für Eltern
schließen könne. Auch das Schulärztesystem kritisiert Karlsböck als
"relativ zahn- und wirkungslos". Hier müssten "neue, bessere Wege"
gefunden werden.
"Präventionsgedanke ausbauen".
Karlsböck: "Der Präventionsgedanke muss stärker ausgebaut werden."
Er sieht darin vor allem eine Möglichkeit zu Einsparungen bei den
maroden Kassen. "Das ist ein langfristiges Projekt, das heute mit
hohen Kosten verbunden ist, aber in zehn Jahren seine volle positive
Wirkung entfalten wird."












