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    Zuletzt aktualisiert: 14.06.2009 um 09:01 UhrKommentare

    FPÖ schlägt militärische "Stellung" für Frauen vor

    Um den Präventionsgedanken zu stärken, sollen laut FP-Ärztesprecher Karlsböck auch Frauen zur Musterung gehen. Er sieht derzeit eine geschlechtliche Benachteiligung.

    Foto © APA

    In der Debatte um die Finanzierung des österreichischen Gesundheitssystems lässt die FPÖ mit einer eher unkonventionellen Idee aufhorchen: Um den Präventionsgedanken zu stärken, könnten künftig auch junge Frauen zur militärischen "Stellung" gebeten werden, ohne dass eine Wehrpflicht besteht. An eine Verpflichtung will FP-Ärztesprecher Andreas Karlsböck im Gespräch mit der Austria Presse Agentur derzeit allerdings noch nicht denken. Tatsache sei jedenfalls, dass Frauen durch das fehlen dieses Angebots benachteiligt seien.

    Finanzierung durch Gesundheitssystem. Eine Finanzierung der "Stellung" für Frauen kann sich Karlsböck aus dem Topf des Gesundheitsministeriums vorstellen, während die Untersuchung der Männer weiter das Verteidigungsministerium übernimmt. Zum Thema Pflicht bleibt er hingegen vage. Man müsse einmal schauen, wie das Angebot wahrgenommen wird und nach einem Jahr evaluieren. So könnten Frauen, die zur Musterung gehen, etwa Vorteile bei den Kassenbeiträgen erwarten, so der FP-Ärztesprecher. Abgewickelt könnte das über die E-Card werden, so Karlsböck.

    "Gleichbehandlung". "Nach der Schule ist für männliche Jugendliche die Stellung beim Heer vorgesehen, die für jeden verpflichtend ist. Für Mädchen gibt es nichts Vergleichbares", argumentiert Karlsböck. "Warum also nicht auch die Mädchen durch die Stellungsstraße beim Heer schicken?" Das Argument könne die geschlechtliche Gleichbehandlung sein. Denn nach dem Heer ende die staatliche Vorsorge für alle Österreicher und jeder sei auf sich alleine gestellt. Aber auch im Kindergarten würden bereits Lücken bestehen, die man etwa mit Beratungstagen für Eltern schließen könne. Auch das Schulärztesystem kritisiert Karlsböck als "relativ zahn- und wirkungslos". Hier müssten "neue, bessere Wege" gefunden werden.

    "Präventionsgedanke ausbauen". Karlsböck: "Der Präventionsgedanke muss stärker ausgebaut werden." Er sieht darin vor allem eine Möglichkeit zu Einsparungen bei den maroden Kassen. "Das ist ein langfristiges Projekt, das heute mit hohen Kosten verbunden ist, aber in zehn Jahren seine volle positive Wirkung entfalten wird."


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