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    Zuletzt aktualisiert: 09.06.2009 um 22:22 UhrKommentare

    Konflikt Faymann-Voves erreicht Landespolitik

    Landeshauptmann Voves provoziert mit Steuerplänen mediale Tiefschläge aus Wien.

    Voves und Faymann ziehen zurzeit alles andere als an einem Strang

    Foto © APAVoves und Faymann ziehen zurzeit alles andere als an einem Strang

    Die massiven inhaltlichen Differenzen zwischen SPÖ-Landeschef Franz Voves und seinem Bundesvorsitzenden Werner Faymann erreichen vor der heutigen Sitzung des Bundespartei-Präsidiums neue Höhepunkte. Der mediale Schlagabtausch wurde zuletzt zum Watschentanz. Sah es anfangs noch so aus, als ob sich der Landeschef mit seinen Forderungen nach diversen "Reichensteuern" innerparteilich stark positionieren könnte, beginnt sich das Blatt langsam zu wenden: In der SPÖ bekommt er immer mehr Gegenwind.

    Öffentliche Attacken. Seit einigen Tagen muss Voves sich auch mit den medialen Ausläufern herumschlagen: Seine öffentlichen Attacken gegen die Linie von Kanzler Faymann riefen dessen Leibblatt auf den Plan, bereits zwei mal attackierte die Kronenzeitung den Landeschef auf der Seite Eins. Wobei die gestrige Geschichte, eine angebliche Revolte der acht steirischen SPÖ-Nationalratsabgeordneten gegen Voves, zum Rohrkrepierer wurde: Diese hätten ihren Chef nach dem schlechten Wahlergebnis vom Sonntag ultimativ zu einem Gespräch aufgeforderte, war zu lesen. Die Abgeordneten Erwin Spindelberger, Heidrun Silhavy, Andrea Gessl-Ranflt, Elisabeth Grossmann, Elisabeth Hakel, Günther Kräuter Christian Faul und Josef Muchitsch dementierten umgehend und sprachen von "Schmutzkübeljournalismus".

    Wahr an der Geschichte ist: Das Gespräch am 18. Juni wir es geben. Der Termin freilich wurde bereits vor mehreren Wochen fixiert, der Anlass war ein ganz anderer: In Zusammenhang mit den Steuerplänen von Voves versuchte das BZÖ im Nationalrat einen Antrag einzubringen, der wortgleich mit einer Voves-Aussage bei einer Pressekonferenz war. Um die Blamage zu verhindern, dass die steirischen SPÖ-Mandatare gegen einen derartigen Antrag stimmten, versuchte Landesgeschäftsführer Toni Vukan in aller Früh telefonisch, die acht Mandatare davon abzuhalten. Mit dem Ergebnis, dass SPÖ und ÖVP gemeinsam einen Antrag einbrachten und beschlossen, wonach eine Steuerreform-Kommission eingesetzt werden müsse. Der BZÖ-Antrag war darauf hin obsolet, die Erleichterung bei den steirischen Roten groß. Bereits damals wurde ein Treffen von Voves mit den Abgeordneten vereinbart, dass jetzt auch über das katastrophale Wahlergebnis geredet werden muss, ist reiner Zufall.


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