Graf will Umsetzung der Uni-Gesetzesnovelle
FPÖ-Wissenschaftssprecher Martin Graf forderte, den Entwurf von Minister Johannes Hahn zur Novelle des Universitätsgesetzes "endlich dem Parlament vorzulegen". Die ÖH stimmt zu.

Foto © APAJohannes Hahn und Claudia Schmied verhandeln
"Nach monatelanger Geheimniskrämerei hätte heute der Reformentwurf
zum Universitätsgesetz von Wissenschaftsminister Hahn den Ministerrat
passieren sollen", sagte Graf. Unterrichtsministerin Schmied blockiere nun aber "mit der Ausrede, sie erwarte im Gegenzug
ÖVP-Zugeständnisse bei der Matura-Reform". Angesichts des geplanten
Inkrafttretens der UG-Novelle dränge jedenfalls die Zeit.
Durchwachsene Reform.
Als "sehr durchwachsen" bezeichnete der Wissenschaftssprecher der
Grünen, Kurt Grünewald, das Reformpapier. Als positiv sieht Grünewald
etwa die stärkere Teamorientierung durch die bessere Einbeziehung und
Berücksichtigung des wissenschaftlichen Personals. Ein Wermutstropfen
sei aber die Beibehaltung des alten hierarchischen Kuriensystems. Er,
Grünewald, habe sich von Hahn "stärkere und mutigere Signale
erwartet".
ÖH dafür.
Prinzipielle Zustimmung zum Ministerpapier signalisierte die
Österreichische Hochschülerschaft (ÖH). Ausdrücklich begrüßt werden
Maßnahmen zur Verbesserung der Studienqualität sowie gegen
Studienabbruch, Verbesserungen der Betreuungsrelationen sowie
Erweiterungen des Angebots für Berufstätige. Positiv sei weiters,
dass die absolute Mehrheit der Professoren im Senat falle, sagte
ÖH-Vorsitzender Samir Al-Mobayyed.
Mit Argusaugen.
Seitens der ÖH werde man allerdings "genau darauf achten", dass
die Studieneingangsphasen nicht als Zugangsbeschränkungen missbraucht
werden. Hier bedürfe es Schutzregeln, forderte der ÖH-Chef. Kritik
gab es an der Abwertung des Senats bei der Rektorswahl. "Als einzig
demokratisch legitimiertes Uni-Gremium" müssen der Senat auf- und
nicht abgewertet werden.












