Strasser wird ÖVP-Delegationsleiter
ÖVP-Spitzenkandidat Strasser geht angesichts der Unterstützung durch vier weitere schwarze Abgeordnete davon aus, dass er selbst und nicht Othmar Karas Delegationsleiter im Europaparlament wird. "Ich glaube, die Entscheidung ist gefallen", so Strasser. Allerdings kündigte er an, sich dafür einzusetzen, dass Karas eine wichtige Position innerhalb der Europäischen Volkspartei (EVP) einnehmen wird.
Auch Parteichef Pröll verwies im ORF-TV auf die Mehrheit für Strasser, die sich via Aussendungen der übrigen vier ÖVP-Mandatare manifestiert hatte. Strasser selbst kündigte an, nicht für eine EVP-Funktion kandidieren zu wollen. Karas solle dort die erste Geige spielen, er selbst will die österreichische ÖVP-Delegation im Europaparlament anführen. Dem zuvor vom Karas-Personenkomitee geäußerten Wunsch, vor derartigen Entscheidungen das Vorzugsstimmenergebnis abzuwarten, will Strasser also nicht nachkommen. "Mit dem Vorzugsstimmenergebnis hat das nichts zu tun", bekundete der ÖVP-Spitzenkandidat.
Othmar Karas dagegen will vor einer Entscheidung über seine Kandidatur noch das Vorzugsstimmenergebnis abwarten. Er habe immer gesagt, dass der Spitzenkandidat ein Anrecht auf den Posten des Delegationsleiters habe, betonte Karas. Gleichzeitig hätte auch er selbst, sollte er "die nötige Zahl" an Vorzugsstimmen erhalten, das moralische Recht auf eine Kandidatur für diesen Posten. "Ob ich mich der Wahl stelle, hängt davon ab, wie das Vorzugsstimmenergebnis ausfällt."












