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Zuletzt aktualisiert: 27.05.2009 um 16:58 UhrKommentare

Kühnengruß oder sechs Bier bei FPÖ-Parteitag?

Auf einem Bild im Fotoarchiv der FPÖ-Homepage sollen einige Musiker kollektiv "die Hand zum Kühnengruß erheben".

Die Gstanzl-Sänger vom FPÖ-Parteitag - zu sehen auf der FP Homepage

Foto © http://www.fpoe.at/Die Gstanzl-Sänger vom FPÖ-Parteitag - zu sehen auf der FP Homepage

Mitten in der "Hetze"-Debatte und Empörung über jüngste Aussagen des Dritten Nationalratspräsidenten Martin Graf hat die Sozialistische Jugend eine neuen Vorwurf gegen die FPÖ erhoben. SJ-Vorsitzender Wolfgang Moitzi verwies in einer Aussendung am Mittwoch auf ein Bild im Fotoarchiv der FPÖ-Homepage, auf dem einige Musiker kollektiv "die Hand zum Kühnengruß erheben". Wie schon in der Foto-Affäre um Parteichef Heinz-Christian Strache brachte die FPÖ die Geste auf APA-Anfrage mit einer Bierbestellung in Zusammenhang.

Der Kühnengruß gilt als eine Abwandlung des Hitlergrußes. Dabei wird der rechte Arm mit drei gespreizten Fingern gestreckt. In Österreich ist der Gruß im Gegensatz zu Deutschland nicht verboten. In der Affäre um Fotos von wehrsportähnlichen Übungen Straches war auch ein Foto aufgetaucht, das den FPÖ-Chef in ähnlicher Weise zeigt. Er sprach damals davon, drei Bier bestellt zu haben.

Doch nur sechs Bier? Offenbar in Anspielung darauf ist die Aktion der Musiker in Linz zu verstehen. FPÖ-Generalsekretär Herbert Kickl erklärte gegenüber der Austria Presse Agentur am Mittwoch, diese hätten ein Lied mit den Worten beendet: "Grüß Gott Lutz Weinzinger (Oberösterreichs Landesparteichef, Anm.). Wir flehen zu Dir, stehen da wie der Strache. Geh zahl uns sechs Bier."

"Unerträglicher Skandal". Für Moitzi sind damit die "Beschwichtigungen" der FPÖ in der Vergangenheit nicht ernst zu nehmen: "Hier kann die FPÖ keinesfalls mehr argumentieren, dass sich die Herren drei Bier bestellen, denn wäre dem so, könnten die Musikgruppe wohl keine musikalische Umrahmung mehr anbieten", so Moitzi, der von einem "unerträglichen Skandal" sprach.

"Linke Radaubrüder". FPÖ-Generalsekretär Harald Vilimsky wies wiederum den Vorwurf zurück, Jugendliche hätten bei einer FPÖ-Wahlveranstaltung in Graz die Hand zum "Hitler-Gruß" gehoben. Auf dem Video könne man "deutlich erkennen und hören", dass die Jugendlichen "linken Radaubrüdern" gestikulierend "Hasta la vista" zurufen.


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