Über 60 Tote bei Anschlägen im Irak
Die tödliche Gewalt lässt den Irak nicht los: Bei mehreren Bombenanschlägen sind bis zu 65 Menschen getötet worden. Beim folgenschwersten Bombenanschlag seit knapp einem Monat kamen am Mittwochabend in Bagdad 41 Menschen ums Leben.
Am Donnerstag sprengte sich in Bagdad ein Selbstmordattentäter auf einem Markt im Bezirk Dura in die Luft und riss mindestens zwölf Menschen mit in den Tod, 25 Personen wurden verletzt. Auch drei US-Soldaten seien getötet worden, hieß es.
In der Stadt Kirkuk kamen bei einem Selbstmordanschlag mindestens neun Menschen ums Leben. Die Mitglieder einer sunnitischen Miliz gehörten einem der sogenannten Erweckungsräte an, die mit der irakischen Regierung und den US-Truppen im Kampf gegen das Terrornetzwerk Al Kaida zusammenarbeiten. Sie hatten sich gerade versammelt, um ihren Sold entgegenzunehmen. Diese Situation hatten Terroristen wiederholt zu tödlichen Anschlägen gegen Mitglieder dieser Milizen genutzt.
Die Stadt Kirkuk, wo ein Großteil der irakischen Ölreserven liegt, ist ein ethnischer Brennpunkt. Die nordirakischen Kurden wollen Kirkuk zur Hauptstadt eines unabhängigen Kurdenstaates machen. Die Iraker verstehen das ölreiche Zentrum dagegen als elementaren Bestandteil des Irak.
Bei einem Anschlag auf eine Polizeistation in dem überwiegend von Sunniten bewohnten Stadtteil Jarmuk kamen mindestens drei Menschen ums Leben. Zwölf Polizisten und acht Zivilisten wurden verletzt, als in einem Abfallkübel in der Polizeiwache eine Bombe hochging.
Am Vorabend kamen bei der Explosion einer Autobombe in Bagdad 41 Zivilisten ums Leben, 83 weitere wurden verletzt. Die Anschläge ließen Sorgen aufkommen, dass das Land nach einer Zeit relativer Ruhe wieder in Gewalt versinken könnte. Die US-Truppen sollen bis Ende 2011 vollständig aus dem Irak abgezogen werden.












