Litauen: Grybauskaite sieht sich als Wahlsiegerin
Die EU-Budgetkommissarin Dalia Grybauskaite hat sich zur Siegerin der Präsidentschaftswahl in Litauen erklärt. Die 53-jährige sagte im litauischen Fernsehen, der Wahlsieg in der ersten Runde am Sonntag sei ein "Vorgeschmack auf die Last der Verantwortung". "Ich glaube, ich habe heute gewonnen, und ich danke allen, die mir ihre Stimme gaben."
Kurz davor hatte die laufende Hochrechnung eine Wahlbeteiligung von über 50 Prozent ergeben, welche Grybauskaite eine Stichwahl gegen ihren wichtigsten Gegenkandidaten Algirdas Butkevicius von den Sozialdemokraten definitiv erspart, denn laut dem litauischen Wahlgesetz hat ein Kandidat im ersten Durchgang dann gesiegt, wenn er mehr als 50 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen konnte und zugleich die Wahlbeteiligung bei über 50 Prozent lag.
Grybauskaite dürfte nach Auszählung von 75 Prozent der Stimmen laut der Wahlkommission in Vilnius über 67 Prozent und damit zwei Drittel der Wählerstimmen erhalten, Butkevicius etwas über zwölf Prozent. 2,6 Millionen waren stimmberechtigt.
Grybauskaite ist seit 2004 EU-Kommissarin für Haushalt und Finanzplanung. Sie trat als Parteiunabhängige an. Der bisherige litauische Staatspräsident Valdas Adamkus (82) konnte nach zwei Amtszeiten nicht erneut kandidieren. Bereits vor dem Feststehen ihres Wahlsieges hatte Grybauskaite angedeutet, sie werde als litauische Präsidentin von Regierungschef Andrius Kubilius bis Mitte Juli einen Umbau seines Mitte-Rechts-Kabinetts Kabinetts fordern.












