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    Zuletzt aktualisiert: 12.05.2009 um 18:18 Uhr

    Heftig kritisierter Papst betete für Frieden im Nahen Osten

    Begleitet von heftiger Kritik an seinem Auftritt in der Holocaust-Gedenkstätte Yad Vashem hat Papst Benedikt XVI. am Dienstag religiöse Stätten in der Jerusalemer Altstadt, den Felsendom, die Klagemauer und den Ölberg besucht.

    Der Papst an der Klagemauer in Jerusalem

    Foto © APADer Papst an der Klagemauer in Jerusalem

    Papst Benedikt XVI. hat bei einer Messe am Fuße des Ölbergs in Jerusalem erneut zu Toleranz und Verständigung aufgerufen. In Jerusalem sei kein Platz für "Gewalt" und "Rache", sagte das Oberhaupt der katholischen Kirche am Dienstag vor tausenden Gläubigen im Josaphat-Tal. Gerade Jerusalem sei dazu bestimmt, Dialog und Respekt vor Andersdenkenden zu fördern. Der Papst rief Juden, Christen und Muslime auf, "die Kultur der Versöhnung und des Friedens" zu verbreiten. Vor der Messe unter freiem Himmel hatte er bereits den Tempelberg in Jerusalem sowie die Klagemauer besucht.

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    Der Papst im Felsendom

    "Missverständnisse überwinden". Der Felsendom als geheiligte Stätte in einer Welt voller Teilungen fordere Menschen heraus, "die Missverständnisse und Konflikte der Vergangenheit zu überwinden", erklärte das Oberhaupt der katholischen Kirche bei einem Treffen mit dem ranghöchsten islamischen Geistlichen in Jerusalem, Großmufti Mohammed Hussein. Sowohl Israel als auch die Palästinenser sollten sich um Gespräche zum Aufbau "einer Welt der Gerechtigkeit und des Friedens für die kommenden Generationen" bemühen. Als Zeichen seines Respekts vor der heiligsten Stätte des Islams in Jerusalem streifte er vor dem Betreten der Moschee seine roten Schuhe ab.

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    Der Papst bei der Klagemauer

    "Gemeinsamkeiten". Bei seinem Besuch auf dem Tempelberg sagte Benedikt, an diesem ältesten islamischen Sakralbau "kommen die Wege der drei großen monotheistischen Religionen zusammen, was uns an unsere Gemeinsamkeiten erinnert". Es war das erste Mal, dass ein Oberhirte aus Rom den Felsendom, dieses wichtige islamische Wahrzeichen Jerusalems betrat. Der Großmufti bat den Papst in einem Schreiben um Unterstützung für eine Unabhängigkeit der Palästinenser. Frieden und Stabilität könnten nur erreicht werden, wenn Israel seine Besatzung beende und die Palästinenser "ihre Freiheit, ihr Recht auf Selbstbestimmung und andere legitime Rechte" zurückerhielten.

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    Reaktion auf die Rede in Yad Vashem

    Treffen mit Rabbinern. Außerdem traf der Papst mit zwei führenden Rabbinern zusammen. Er versicherte ihnen, die katholische Kirche sehe sich "einer echten und dauerhaften Versöhnung zwischen Christen und Juden" verpflichtet, sagte der Pontifex bei dem Treffen mit beiden israelischen Oberrabbinern Yona Metzger und Shlomo Amar in Jerusalem. Benedikt bekräftigte die ungebrochene Gültigkeit des Zweiten Vatikanischen Konzils. Die Kirche sei unwiderruflich der authentischen und dauerhaften Versöhnung zwischen Christen und Juden verpflichtet, sagte Benedikt XVI.

    Emotional. Es war ein emotionaler Höhepunkt der Pilgerreise des deutschen Papstes in Israel, als er an der Klagemauer mit ernstem Gesicht - jüdischen Gepflogenheiten folgend - einen Zettel mit einem Gebet in eine Lücke der Klagemauer steckte. Nach Angaben des Vatikans bittet Benedikt darauf Gott um Frieden in der Welt: "Schicke Deinen Frieden in das Heilige Land, in den ganzen Nahen Osten und die gesamte Menschheit."


    Programm

    Ein Hubschrauber brachte den Papst nach seiner Ankunft in Tel Aviv nach Jerusalem, das vom Vatikan nicht als Haupt-stadt Israels anerkannt wird. Dort besuchte er die Holo-caust-Gedenkstätte Yad Vashem auf dem Herzl-Berg, aber nicht jedoch das Museum, wo unter anderem an das "Schweigen" von Papst Pius XII. zum Holocaust erinnert wird. Seit Monaten ist die Beziehung zwischen Israel und dem Vatikan wegen des Skandals um Holocaust-Leugner Williamson schwer belastet.

    Foto

    Foto © AP

    Benedikt XVI. betetFoto © AP

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