Grüne beschwören Union als Retterin in der Krise
Die Grünen haben am Donnerstag bei ihrem Auftakt zum EU-Wahlkampf die Union als Retterin in der Krise beschworen. Die Wirtschaftskrise "erfordert europäische Antworten", so die Grüne Spitzenkandidatin Lunacek. Man wolle eine friedliche "Revolution" im Wirtschaftsbereich, im Energiewesen und Ressourcenverbrauch, um die Wirtschaft ökologisch nachhaltiger und die Zukunft sozial gerechter zu machen.
Die Grünen seien die einzige Partei, die europaweite Konzepte und Antworten habe, betonte Lunacek in ihrer Rede. Die Wirtschaftskrise würde Trends wie die Kluft zwischen Arm und Reich oder das "Aushöhlen der Menschenrechte" verstärken. Deshalb trete sie für eine ökologisch nachhaltigere Wirtschaft und eine sozial gerechtere Zukunft ein. So wollen die Grünen etwa in den nächsten fünf Jahren in fünf Millionen "grüne" Jobs investieren, was in Österreich über 100.000 Arbeitsplätze bringen würde.
Von einer "Sozialunion" will Lunacek soziale Mindeststandards, etwa geregelte Mindestlöhne oder ein europäisches Niveau der Arbeitslosengelder. Finanziert werden sollen die Maßnahmen u.a. über eine europäische Finanztransaktionssteuer. Weiters forderte Lunacek "beinharte Regeln für Finanzmärkte". So sprach sie sich für eine europäische Finanzmarktaufsicht und unabhängige Ratingagenturen aus, außerdem solle es keine "Steueroasen" mehr geben.
Die Grüne Bundessprecherin Glawischnig betonte: "Unser inhaltliches Angebot gilt europaweit." Auch sie meinte, es werde entweder eine europäische Bekämpfung der Wirtschaftskrise geben "oder gar keine". Dem pflichtete auch Van der Bellen, außenpolitischer Sprecher der Grünen, bei.












