Vierte Wahletappe in Indien zu Ende gegangen
Ohne größere Zwischenfälle ist am Donnerstag die vierte und vorletzte Phase der Parlamentswahl in Indien zu Ende gegangen. Die Wahlkommission teilte nach Schließung der Wahllokale mit, die Abstimmung sei "im Großen und Ganzen friedlich" verlaufen. Nur vereinzelt seien gewalttätige Zwischenfälle registriert worden. Die Nachrichtenagentur PTI meldete jedoch, dass drei Menschen getötet worden seien.
Die Wahlbeteiligung lag nach vorläufigen Ergebnissen bei 57 Prozent. Im indischen Teil Kaschmirs, wo muslimische Extremisten zu einem Wahlboykott aufgerufen hatten, sei es friedlich geblieben, teilte die Wahlkommission mit. Dort habe die Wahlbeteiligung allerdings nur bei 24 Prozent gelegen. Zusätzlich hatten die Unabhängigkeitskämpfer einen Streik organisiert. Nach ihrer Ansicht wird durch den Urnengang die indische Herrschaft über Kaschmir legitimiert. In Srinagar, der Rebellen-Hochburg im hauptsächlich von Muslimen bewohnten Kaschmir-Tal, waren am Donnerstag etliche Anti-Aufruhr-Einheiten postiert, um Proteste zu verhindern.
In sieben indischen Unionsstaaten der bevölkerungsreichsten Demokratie der Welt waren am Donnerstag fast 95 Millionen zur Wahl von insgesamt über 85 Parlamentssitzen aufgerufen. Auch die Bürger der Hauptstadt Neu-Delhi stimmten ab.
Die Wahl hat bereits Mitte April begonnen. Sie erstreckt sich aus organisatorischen und Sicherheitsgründen über fünf Wahltage bis zum 13. Mai. Insgesamt sind mehr als 710 Millionen der 1,1 Milliarden Inder zur Stimmabgabe aufgerufen. Das Ergebnis soll am 16. Mai verkündet werden. Es zeichnete sich ein Kopf-an-Kopf-Rennen zwischen der regierenden Kongress-Partei und der hindu-nationalistischen Bharatiya Janata Party (BJP) ab.












