Schönborn feierte Gottesdienst im Petersdom
Kardinal Christoph Schönborn hat am Samstag einen Gottesdienst im Petersdom zelebriert. Die Heilige Messe mit 700 Pilgern aus der Erzdiözese Wien war einer der Höhepunkte einer groß angelegten Pilgerreise anlässlich des Paulus-Jahres nach Rom und in den Vatikan. Schönborn hoffte dabei, "gestärkt" von der Wallfahrt zurückzukommen, da die Frohe Botschaft vielen in Österreich "fremd geworden" sei.
Schönborn ging nicht direkt auf die steigende Zahl der Kirchenaustritte, nicht zuletzt wegen umstrittenen Entscheidungen des Heiligen Vaters, ein. Die Predigt überließ der Kardinal seinem eigenen Weihbischof Stephan Turnovszky, der dazu ermahnte, ein offenes Herz für das zu haben, "was der Papst uns sagen will". Vertrautheit mit der Kirche heiße allerdings nicht, "zu allem Ja und Amen zu sagen", der Weihbischof sprach auch von "Schattenseiten" der römisch-katholischen Kirche.
Einen von Schönborn zelebrierten Gottesdienst im Petersdom hatte es das letzte Mal vor rund drei Jahren gegeben. Auch die Pilgerreise der Erzdiözese nach Rom ist die erste gemeinsame seit zehn Jahren, 1999 ging die Wallfahrt in das Heilige Land. Der Wiener Erzbischof war mit rund 400 Pilgern in einem Sonderzug nach Rom gekommen, 600 weitere Wallfahrer wählten ein anderes Verkehrsmittel. Auch eine Delegation des österreichischen Bundesheeres kam zum Pilgern in die italienische Hauptstadt.












