Ritsch als Parteichef der SPÖ Vlbg bestätigt
Mit 93 Prozent der Delegiertenstimmen ist Michael Ritsch beim 40. Ordentlichen Landesparteitag der SPÖ Vorarlberg am Freitag als Parteivorsitzender in seinem Amt bestätigt worden. Als Stellvertreter gewählt wurden Olga Pircher, Werner Posch und Leopold Berthold mit jeweils 98 Prozent sowie NR-Abg. Elmar Mayer mit 95 Prozent und Bundesrat Reinhold Einwallner mit 99 Prozent.
In seinem Referat präsentierte Ritsch fünf Vorschläge zur regionalen Bewältigung der Finanzkrise. Heftige Kritik übte er an ÖVP und FPÖ, die den Menschen viel zu lange vorgegaukelt hätten, dass der Markt alles regle, wenn man nur auf den Markt vertraue. Die Politik könne keine Arbeitsplätze schaffen, aber Rahmenbedingungen, sagte der SPÖ-Chef und präsentierte fünf Vorschläge für regionale Lösungen. So sollten die Banken temporär ausstehende Kredite von in finanzielle Engpässe geratenen Arbeitnehmern stunden und das Land für diese Zeit die anstehenden Zinsen übernehmen.
Weiters sollten die Rückzahlungen von Wohnbaudarlehen um ein oder zwei Jahre ausgesetzt werden sowie Klein- und Mittelbetriebe, die vor dem Konkurs stehen, in einer landeseigenen Auffanggesellschaft abgefedert und später wieder privat weitergeführt werden. Als Maßnahmen gegen die Jugendarbeitslosigkeit schlägt die SPÖ vor, geplante Stellenausschreibungen bei landeseigenen Betrieben vorzuziehen. Zudem sollte über ein freiwilliges 10. Schuljahr nachgedacht werden.
Standing Ovations erhielt der EU-Abgeordnete Herbert Bösch für seine Rede, in der er eine Vertiefung der EU forderte und die Delegierten aufrief, sich für ein starkes, soziales und demokratisches Europa einzusetzen. "Wir dürfen uns nicht gegen die EU aufhetzen lassen," appellierte Bösch an die rund 350 Teilnehmer des Landesparteitags.












