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Zuletzt aktualisiert: 30.04.2009 um 19:12 UhrKommentare

Genug Soldaten für Afghanistan

US-General Schloesser gibt sich optimistisch: "Nach der Verwaltung des Mangels sind wir wieder voll da".

Frische Truppen am Hindukusch

Foto © ReutersFrische Truppen am Hindukusch

Der Blick des Generals aus dem "Black Hawk"-Kampfhubschrauber demonstriert Zufriedenheit. Vor einem Jahr, so deutet es Jeffrey Schloessers Geste an, wurde die Fernstraße 1 von Kabul nach Süden ständig von den Taliban angegriffen. Doch die Umleitung der für den Irak vorgesehenen zusätzlichen Soldaten nach Afghanistan hat aus Sicht des Oberkommandierenden der internationalen Truppen die Wende eingeleitet. Jetzt habe er genug Soldaten und Material.

Permanente Gefahr. "Bis Juni letzten Jahres war ich zutiefst besorgt, dass wir nicht genug Truppen und Nachschub hätten", schildert der nach 14 Monaten Dienst am Hindukusch kurz vor der Ablösung stehende US-General seine Erfahrungen. Schloesser zeigt aus dem Helikopter auf die eingeschwärzte Fahrbahn der Fernstraße 1. "Da haben sie die Straße in die Luft gejagt." Die Taliban seien ständig in der Offensive gewesen, sagt der General und zählt auf: "Sie konnten jeden Konvoi stoppen. Sie haben vier große Brücken in unserem Gebiet gesprengt. Unzählige Sprengfallen. Die Abwässerkanäle wurden gesprengt. Die Leute in Kabul fühlten sich bedroht."

Genug Material. Vor einem Jahr, so erinnert sich Schloesser, bedeutete der Afghanistan-Einsatz für die US-Truppen die Verwaltung des Mangels. Statt am Hindukusch waren die Soldaten im Irak im Kampf. Das habe sich geändert. Und nun, so versichert der General, sei die lebenswichtige Fernstraße 1 sicher und wieder vielbefahren.

Wieder da. Der Generalmajor ist der erste Kommandant, der von der Entscheidung der Präsidenten George W. Bush und Barack Obama profitiert, Verstärkungen nach Afghanistan zu schicken. So stationierte er 3.000 der 3.700 Mann Verstärkung entlang der Fernstraße 1. "Im letzten Juli mussten wir uns mangels Soldaten zurückziehen. Jetzt sind wir mit aller Macht wieder da." 700 Soldaten konnte er an der Grenze zu Pakistan einsetzen. Zusätzlich sichern 700 Franzosen jetzt Täler in der Provinz Kapisa, einer nördlich von Kabul gelegenen Taliban-Hochburg.


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