Dritte Etappe bei Parlamentswahl in Indien
Am dritten Tag der Parlamentswahl in Indien haben bisher nur wenige Stimmberechtigte von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht. Wie die Wahlkommission am Donnerstag mitteilte, lag die Wahlbeteiligung in den ersten Stunden nach Öffnung der Wahllokale nur zwischen sieben und 17 Prozent. Als Grund wurde die extreme Hitze mit Temperaturen von mehr als 40 Grad in vielen Teilen Indiens genannt.
Während der dritten Wahlphase sind rund 114 Millionen Wähler aufgerufen, über 107 der 543 Parlamentssitze entscheiden. Im westindischen Bundesstaat Gujarat stellt sich unter anderem Oppositionsführer L.K. Advani von der hindu-nationalistischen Indischen Volkspartei (BJP) zur Wahl. Im Falle eines Wahlsieges der BJP könnte Advani den amtierenden Premierminister Manmohan Singh von der Kongresspartei als Regierungschef ablösen.
Zudem wird in der Millionenmetropole Bombay (Mumbai) abgestimmt, wo radikal-islamische Extremisten Ende November drei Tage lang Terror verbreitet, Gebäude besetzt und mehr als 170 Menschen getötet hatten.
Bei der Wahl in Indien sind insgesamt mehr als 710 Millionen Bürger zur Stimmabgabe aufgerufen. Die Parlamentswahl erstreckt sich aus organisatorischen und Sicherheitsgründen über fünf Wahltage bis zum 13. Mai. Das Ergebnis wird am 16. Mai verkündet. Der nächste Wahltag ist der Donnerstag nächster Woche. Die Wahl, die am 16. April begonnen hatte, findet unter scharfen Sicherheitsvorkehrungen statt.












