Josef Bucher: "Ich bin kein Poltergeist auf allen Bühnen"
Der Kärntner Josef Bucher wird am Sonntag zum Bundeschef des BZÖ gewählt. Martin Strutz soll Generalsekretär bleiben - und der Kärntner BZÖ-Weg zum Vorbild werden.

Foto © ReutersJosef Buchers steiler Aufstieg: Zuerst im ÖVP-Wirtschaftsbund verankert, seit 2002 FPÖ Mitglied, jetzt BZÖ Chef
Sonntag werden Sie beim BZÖ-Konvent in Linz offiziell zum Bundesobmann gewählt. Wie viel Prozent erwarten Sie sich?
JOSEF BUCHER: Ich bin bescheiden: 50 Prozent plus eine Stimme.
So tief gestapelt?
BUCHER: Ich bin ein Tiefstapler, in dieser Hinsicht.
Sie stapeln tief aus Sorge, dass mancher BZÖ-Landesgruppe die Kärntner Vormacht zu stark wird?
BUCHER: Da habe ich keine Sorge, weil sich alle zu 100 Prozent für mich ausgesprochen haben.
Als Bundesparteichef können Sie dem Kärntner BZÖ-Chef Uwe Scheuch sagen wo's lang geht?
BUCHER: Das werde ich nicht, weil er besser weiß als ich, was in Kärnten zu tun ist. Alle Landesobmänner können ihre Politik unter dem BZÖ-Dach gestalten.
Und alle sind bereit, Ihrer Ankündigung zu folgen, von der harten, polternden Oppositionspartei zur bürgerlichen Alternative zu werden?
BUCHER: Ein Poltergeist war ich nie. In der Wirtschaftskrise wäre das Menschen, die keine Arbeit haben oder auf Einkommen verzichten müssen, nicht zumutbar.
Sie kommen aus der Kärntner 45-Prozent-Partei. Was nehmen Sie mit für die Elf-Prozent-Partei auf Bundesebene?
BUCHER: Wir zeigen in Kärnten, was BZÖ-Politik in Regierungsverantwortung bedeutet. Wirtschaft mitgestalten und sorgen, dass die Menschen Arbeit haben, Einkommen sichern. Dieses Konzepte braucht auch Österreich.













