Nur vereinzelt Gewalt bei Indien-Wahl
Die zweite und umfangreichste Phase der indischen Parlamentswahl ist nur von vereinzelten Gewalttaten gestört worden. Die Wahlkommission gab am Donnerstag nach Schließung der Wahllokale bekannt, es habe sich um eine "extrem zufriedenstellende und vorfallfreie Abstimmung" gehandelt.
Separatisten und maoistische Rebellen verübten nach Medienberichten allerdings in den ostindischen Unionsstaaten Jharkand, Bihar und Assam Anschläge und Angriffe, bei denen ein Soldat getötet und mehrere Menschen verletzt wurden. Am ersten Wahltag eine Woche zuvor waren bei Anschlägen von Maoisten noch mindestens 17 Menschen ums Leben gekommen. Die Maoisten haben ebenso wie muslimische Extremisten im indischen Teil Kaschmirs zum Boykott der Wahl aufgerufen. Aus Kaschmir wurden keine Anschläge gemeldet.
Am Donnerstag waren mehr als 192 Millionen der insgesamt 714 Millionen Wahlberechtigten dazu aufgerufen, ihre Stimme abzugeben. Die Wahlbeteiligung lag nach Angaben der Wahlkommission bei mehr als 55 Prozent und damit leicht unter der vom ersten Wahltag. 140 der 543 Sitze wurden vergeben.
Die Parlamentswahl erstreckt sich aus organisatorischen und Sicherheitsgründen über fünf Wahltage bis zum 13. Mai. Das Wahlergebnis wird am 16. Mai verkündet. Der nächste Wahltag ist der kommende Donnerstag. Indien mit seinen rund 1,1 Milliarden Einwohnern ist die bevölkerungsreichste Demokratie der Welt.












