Vom Kritiker zum Bewunderer: Chavez mag Obama
"Ich möchte Euer Freund sein": Am Rande des Amerika-Gipfels gab es auch höchst versöhnliche Worte von Venezuelas Staatschef Hugo Chavez. Positive Töne gab es auch von Obama in Richtung Kuba.

Foto © APANicht das "Kapital", aber Chavez ist ja nicht unhöflich: Ein Buch für Obama
Der amerikanische Präsident Barack Obama
hat mit seinem neuen Stil auch den venezolanischen Präsidenten und
scharfen US-Kritiker Hugo Chávez beeindruckt. Beim Gipfeltreffen der
Organisation der Amerikanischen Staaten (OAS) am Freitagabend in
Trinidad war Obama auf Chávez freundlich zugegangen und hatte ihm die
Hand gereicht.
"Feinsinnig".
"Wir haben uns ganz wie Gentlemen die Hand gereicht", erklärte
Chávez anschließend vor Journalisten. Er sprach von einer sehr
"feinsinnigen" Geste Obamas, die er nicht zurückweisen konnte. Chávez
lobte Obama als einen sehr "intelligenten Mann". Er fügte hinzu: "Ich
habe ihm dasselbe gesagt, was ich schon (George W.) Bush vor acht
Jahren gesagt habe, dem ich auch dieselbe Hand bei einem Amerika-
Gipfel in Kanada gereicht habe: "Ich möchte Euer Freund sein." Ich
glaube, es war ein guter Moment."
Noch mehr versöhnliche Worte.
Auch in Richtung Kuba gab es versöhnliche Worte:
US-Präsident Obama hat beim Gipfel der
Organisation Amerikanischer Staaten in Trinidad eine Neuausrichtung
der Beziehungen Lateinamerika und zu Kuba angekündigt. Die
US-Regierung sei bereit, mit Kuba über zahlreiche Themen wie
Menschenrechte, Migration sowie Drogen- und Wirtschaftsprobleme zu
sprechen, erklärte Obama.
Features
Gipfelthemen
Neben Kuba stehen vor allem die wirtschaftliche Zusammenarbeit, der Kampf gegen die Weltwirtschaftskrise und Sicherheitsfragen. Der vorherige "Gipfel der Amerikas" 2005 in Argentinien war von scharfem Streit zwischen den USA und linksgerichteten Regierungen überschattet worden.













