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    Zuletzt aktualisiert: 16.04.2009 um 21:08 UhrKommentare

    "Die Zeit der Gier ist vorbei"

    Der steirische Landeshauptmann Voves warb in Wien für neue Umverteilung.

    Landeshauptmann Voves

    Foto © APALandeshauptmann Voves

    Nein, er strebe kein neues Amt mehr an, versichert Franz Voves. "Das Wiener Parkett musst du kennen, um hier tanzen zu können", sagt er kokett. Aber ein paar Journalisten in der Bundeshauptstadt wollen nicht verstehen, dass er sich nur für seine Landtagswahl im nächsten Jahr rüstet. Sie löchern ihn weiter.

    Rollen. Neben dem tatkräftigen Regionalpolitiker gab der steirische Landeshauptmann Voves bei seinem Wientag am Donnerstag noch drei seiner besten Rollen: den studierten Ökonom, das tüchtige Arbeiterkind, den leutseligen Steirer.

    Nach der Krise. Im noblen Kaffeehaus erläutert er erstmals persönlich sein Konzept der "gelenkten, sozialen Marktwirtschaft". Erbschafts- und Schenkungssteuer wieder einführen, Abgaben auf Spekulationsgewinne, höheres Arbeitslosengeld, im Notfall Energieversorger verstaatlichen - die Broschüre hat er vor Ostern verschickt und eine Diskussion in seiner Partei, der SPÖ, darüber ausgelöst, besser gesagt: darüber, ob eine Steuerdebatte jetzt opportun sei. Der Kanzler, sein Finanzstaatssekretär, die alte rote Garde, sie wollen diese auf die Zeit nach der Krise vertragen.

    Auftritt Franz Voves: "Nicht: Wir werden zu reden haben übers Diskutieren . . . Jetzt geht es ans Eingemachte. Die Zeit der Gier und des Egoismus ist vorbei." Mit 2010 könnten die Träume Gesetz sein. Andernfalls drohe Aufstand der kleinen Leute.

    Arbeiterfamilie. Die Lesebrille auf der Nasenspitze referiert Voves, wohltemperiert, nur wenn er Zahlen wiederholt, die die Kluft zwischen reich und arm belegen, wird er eine Spur lauter. Gefühlvolle Passagen bekommen eine steirische Färbung. "Der Franz Voves kommt aus einer Arbeiterfamilie", erzählt er, "fünf Menschen auf Zimmer, Küche, Klo und Wasser am Gang. Ich habe das nicht vergessen." Wenn er von seinem Bundesvorsitzenden spricht, wird Voves offenbar ebenfalls emotional. Werner Faymann sei ganz seiner Meinung, behauptet Voves, und "es passt a sonst ka Blattl" zwischen die beiden. Die Häuslbauer, um die sich Faymann demonstrativ sorgt, "die zu belasten, davon war nie die Rede".

    Am Gas. Vor dem Raum, in dem die Pressekonferenz stattfindet, sitzen bei Tee und Orangensaft die Gewerkschaftsbosse Wilhelm Haberzettl und Wolfgang Katzian. Voves bleibt am Gas? "Super, super!" Voves tauscht das schwarze Sakko gegen eine Lederjacke, die an einen Steireranzug erinnert und wechselt über die Straße auf den Rathausplatz, wo der "steirische Frühling" gefeiert wird. Er umarmt die Narzissenkönigin, steht stramm mit der Trachtenkapelle, schüttelt einem Erzherzog Johann die Hand, führt mit seinem Parteifreund, dem Wiener Bürgermeister Michael Häupl, Schmäh. Auch dieser ist für eine Vermögenszuwaschssteuer auf Aktiengewinne. Aber sie solle erst in Kraft treten, "wenn der Aufschwung da ist". Voves singt zu STS: "Steiermark, da bin i her." Und schwingt die Hüften.

    E. WEISSENBERGER

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