Großkirchheim will kein "Nazidorf" sein
Politische Mitbewerber verwahren sich gegen Aussagen von BZÖ-Bürgermeister Suntinger.

Foto © WeichselbraunAuf Distanz: Hans Peter Lindner
"Fremdenfeindliche und Menschen verachtende Aussagen eines gewählten Mandatars haben in unserer Kultur keine Berechtigung. Wir werden mit allen uns zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, die Gefahr abzuwenden, dass Großkirchheim durch solche Aussagen zum Nazidorf gestempelt wird." Das teilte Hans Peter Lindner, parteifreier Gemeinderat in den Reihen der Großkirchheimer ÖVP, namens seiner Fraktion Bürgermeister Peter Suntinger mit. Der BZÖ-Politiker hatten gegenüber der "Süddeutschen Zeitung" mit seinen Ansichten über Türken, "Zecken, die das Land schädigen" und ein "eigenes Recht", das hier gelte, negatives Aufsehen erregt.
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"Kein Wort". Die politischen Mitbewerber forderten Suntinger auf, seine Aussagen zurückzuziehen. Das kann der orange Multifunktionär (Bürgermeister, Landwirtschaftskammer-Vizepräsident, Landtagsabgeordneter) nicht tun, weil die Zitate von ihm stammen. Sie seien aber "auf nicht seriöse Weise" zu Stande gekommen. Deshalb wird Suntinger mit dem Autor der Magazin-Geschichte "kein Wort mehr sprechen". Er fühlt sich falsch dargestellt, denn er "habe grundsätzlich Respekt vor jedem Menschen, der sich unterordnet und integriert".
"Nicht mehr". Für die kritischen Reaktionen zeigte Suntinger gegenüber der Kleinen Zeitung Verständnis: "Wer soll schon eine Freude haben mit einem solchen Artikel". Die orange-schwarze Koalition jedenfalls nicht. BZÖ-Chef Uwe Scheuch und ÖVP-Chef Josef Martinz waren sich gestern bei einem Gespräch schnell einig, "dass so etwas nicht mehr sein soll".












