Entscheidendes Treffen zu Lehrer-Arbeitszeit
Am Dienstag findet das wohl entscheidende Treffen im Streit um die höhere Unterrichtsverpflichtung zwischen Unterrichtsministerin Schmied und den Lehrer-Vertretern statt. Zwar betonen beide Seiten ihre Bereitschaft, auch danach weiterzuverhandeln. Das sei aber nur sinnvoll, wenn die Gespräche "in die richtige Richtung gehen" und nur noch Details geklärt werden müssen, so die AHS-Gewerkschaft.
Beim morgigen Termin werde die zentrale Frage sein, ob es der Ministerin um eine Verbesserung der Schule oder nur um Einsparungen geht, sagte Eva Scholik, Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft. Die Lehrer-Vertreter hätten mit den verschiedenen Altersteilzeitmodellen Vorschläge gebracht, um die Personalkosten zu senken. Zusätzlich hätten sie mit der "inneren Schulreform" Möglichkeiten aufgezeigt, den Unterricht mit "ganz geringen finanziellen Mitteln" zu verbessern. Dabei, betonte Scholik, gehe es - im Gegensatz zu Aussagen Schmieds - "sicher nicht" um Rückschritte im Schulwesen. "Wir könnten damit den selben Effekt erzielen, aber mit geringerem finanziellen Aufwand".
Schmied hat allerdings zuletzt wiederholt deutlich gemacht, dass ein Verschieben von Teilen der Schulreform (kleinere Klassen, Ausweitung der Neuen Mittelschule, etc.) für sie nicht infrage kommt. Am Dienstag sollen die Berechnungen über das Einsparungspotenzial der Gewerkschafts-Vorschläge vorliegen. "Auf Basis der Fakten, die dann am Tisch liegen", werde man sich um eine gemeinsame Lösung bemühen, so Schmieds Sprecher. Gleich anschließend an den Termin mit der Gewerkschaft wird der Ministerrat von Schmied über die Gespräche informiert und das weitere Vorgehen in der Regierung besprochen. Auch danach gebe es von Schmied aber weiterhin "volle Verhandlungsbereitschaft", wie ihr Sprecher betonte.












