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Zuletzt aktualisiert: 12.04.2009 um 05:00 UhrKommentare

Oranger Politiker regt auf

Peter Suntinger fügt Kärnten mit Aussagen über Türken, Zecken und eigenes Recht neuen Imageschaden zu. BZÖ steht hinter ihm - "zu 100 Prozent".

BZÖ-Chef Uwe Scheuch gibt vor, die Angelegenheit "sehr gelassen" zu sehen, klingt aber äußerst genervt. Wieder einmal sorgt ein oranger Politiker mit demaskierenden Aussagen für Aufregung. Peter Suntinger, Bürgermeister von Großkirchheim, Landwirtschaftskammer-Vizepräsident und neuer Landtagsabgeordneter, gibt im Magazin der "Süddeutschen Zeitung" in einer Reportage über Kärnten Ansichten zu Protokoll, die alle negativen Klischees bedienen und dazu angetan sind, dem Land weiteren Imageschaden zuzufügen. "Hier gilt unser Recht. Und sonst nichts", sagt Suntinger. Und er sagt, dass Türken in Großkirchheim kein Grund verkauft würde, "Zecken das Land schädigen" und er fragt den Autor, ob er "kommunistischer Jude" sei.

"Mann klarer Worte". "Das kann er wohl fragen", findet zumindest Scheuch nichts dabei. Suntinger sei "ein Mann klarer Worte" und polarisiere oft. Er sei aber "weder ausländerfeindlich noch extrem". Er wolle wohl "Türken beschützen", wenn er sie im Mölltal nicht ansiedeln lasse, "weil sie dort keinen leichten Stand hätten". Das BZÖ stehe jedenfalls "zu 100 Prozent vor, neben und hinter Suntinger", so Scheuch zur Kleinen Zeitung.

"Problem des BZÖ". Dass ÖVP-Chef Josef Martinz den orange-schwarzen Koalitionsausschuss mit Suntinger befassen wolle, wie er einer Zeitung sagte, regt Scheuch mehr auf. "Wenn die ÖVP ein Problem draus machen will, soll sie nur", kontert er mit drohendem Unterton. Das möchte der Koalitionspartner ohnehin nicht. ÖVP-Klubchef Stephan Tauschitz ließ den stellvertretenden BZÖ-Klubobmann Gernot Darmann wissen, "dass solche Geschichten nicht dienlich sind". Die Reportage in der "Süddeutschen" vereine alle Klischees und versuche, Kärnten in ein schlechtes Licht zu rücken. "Dass Suntinger hineingefallen ist", sei aber ein Problem des BZÖ. Diese Zeiten sollten jedoch endlich einmal vorbei sein, rät Tauschitz den Orangen.

ANTONIA GÖSSINGER

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