Österreichweiter Schulstreik angekündigt
Am 20. April, einen Tag vor der Budgetrede von Finanzminister Pröll, sollen in ganz Österreich Schüler gegen die geplante Ausweitung der Unterrichtsverpflichtung auf die Straße gehen. Das haben die linken Jugendorganisationen Revolution und Funke, die Sozialistische Linkspartei und die SPÖ-nahe Aktion Kritischer Schüler beschlossen. Auch die Sozialistische Jugend ist dabei.
Es soll in allen Landeshauptstädten Demonstrationszüge geben. Nur in Klagenfurt sei noch unsicher, ob es Aktionen geben werde, hieß es. Insgesamt wird mit mindestens 5.000 bis 6.000 Teilnehmern gerechnet. Der Termin sei als "bewusstes politisches Signal an die Gewerkschaft" gewählt worden, dass diese sich zu mehr als dem angekündigten Boykott der PISA-Studie entschließen solle, so die Organisatoren.
Vier Forderungen an die Politik wurden aufgestellt: Nein zur Mehrarbeit für Lehrer, kleinere Klassen und mehr Pädagogen, Nein zur sozialen Selektion und "Geld für Bildung statt für Banken und Konzerne - eure Krise zahlen wir nicht".
Einige Tage davor, am 15. April, läuft ein Ultimatum der ÖVP-nahen Schülerunion an Unterrichtsministerin Schmied ab. Sollte sie darauf nicht reagieren, werde man sich dem von der Lehrergewerkschaft angekündigten Boykott der PISA-Studie anschließen. Schüler könnten die Testfragen absichtlich falsch beantworten und die Studie so nutzlos machen, so der Bundesobmann der Schülerunion.
Die Schülervertreter fordern von der Ministerin Maßnahmen zur Qualitätssicherung, einen dezitierten Verzicht auf eine zentrale Matura sowie die "Einführung von mitbestimmenden Schulpartnergremien (Eltern, Lehrer, Schüler) auf Bundes- und Landesebene".












