Neue iranische Atomanlage eingeweiht
Der Iran hat zum "Nationalen Tag der Atomenergie" die jüngsten Erfolge in seinem Atomprogramm präsentiert. Präsident Ahmadinejad weihte am Donnerstag in Isfahan eine Atomanlage ein, die Uranoxid für einen geplanten Schwerwasserreaktor herstellen soll. Der Chef des Atomprogramms, Gholamreza Aghazadeh, sagte, dass Teheran nun den ganzen Prozess zur Herstellung von nuklearen Brennstoffen beherrsche.
Zum gesamten Prozess der Herstellung von Brennelementen gehört neben der Uran-Anreicherung auch die Produktion von Uran-Pellets für Reaktoren sowie die von Brennstäben und deren Bündelung. Der Iran hat wiederholt versichert, sein Atomprogramm diene ausschließlich der Energiegewinnung. Der Westen schenkt diesen Beteuerungen keinen Glauben und fordert einen Verzicht auf die Uran-Anreicherungsaktivitäten.
Ahmadinejad zeigte sich von diesen Forderungen unbeeindruckt und berichtete in Isfahan auch von Fortschritten bei der Uran-Anreicherung. So seien in der Atomanlage Natanz zwei neue Arten von Zentrifugen zur Uran-Anreicherung getestet worden. Die Zentrifugen würden bessere Ergebnisse bei der Anreicherung des radioaktiven Materials bringen, erläuterte Aghazadeh. Insgesamt seien etwa 7.000 Zentrifugen in Betrieb. Der Iran habe damit eine "neue Phase" bei der Uran-Anreicherung erreicht.
Ahmadinejad wies die westliche Forderung nach einem Verzicht auf die Uran-Anreicherung neuerlich zurück. "Diese Diskussionen sind veraltet", sagte er dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel". Er betonte erneut, sein Land hege nicht die Absicht, eine Bombe herzustellen.
Ahmadinejad reagierte mit Zurückhaltung auf das Angebot Obamas zu einem Neuanfang in den Beziehungen zwischen Washington und Teheran: "Wir begrüßen Änderungen, allerdings sind sie bis jetzt ausgeblieben", betonte er und fügte hinzu: "Wir warten darauf, dass Obama seine Pläne bekanntgibt, damit wir sie analysieren können."













