Rasmussen als dänischer Premier zurückgetreten
Der künftige NATO-Generalsekretär Anders Fogh Rasmussen hat das Amt des dänischen Ministerpräsidenten an den bisherigen Finanzminister Lars Lökke Rasmussen übergeben. Knapp 24 Stunden nach seiner Ernennung beim Straßburger Gipfel der Militärallianz reichte der bisherige Regierungschef am Sonntag seinen Rücktritt bei Königin Margrethe II. ein. Rasmussen soll das NATO-Amt am 1. August antreten.
Sein Nachfolger gleichen Namens im Regierungsamt kündigte unmittelbar nach seiner Ernennung durch die Königin an, dass er die bisherige Politik seiner rechtsliberalen Partei zusammen mit den Konservativen unverändert fortsetzen wolle. Rasmussen sagte, er werde "alles daran setzen, Dänemark so sicher wie möglich durch die derzeitige Wirtschaftskrise zu führen". Die seit Ende 2001 amtierende Minderheitsregierung ist auf die Nationalisten als Mehrheitsbeschafferin angewiesen.
Der neue Regierungschef will sein Kabinett Anfang bis Mitte der Woche erheblich umbilden. Nach drei Wahlsiegen in Folge sind die Umfragewerte für das Regierungslager in den letzten Monaten deutlich gefallen. Als wichtiger Grund dafür galt, dass sich der bisherige Regierungschef Rasmussen stark auf sein Streben nach einem internationalen Spitzenamt konzentrierte und innenpolitisch kaum noch in Erscheinung trat.












