Schülerunion will PISA-Tests boykottieren
Die ÖVP-nahe Schülerunion will bei dem laut Medienberichten von der Lehrer-Gewerkschaft geplanten Boykott der nächsten PISA-Testrunde mitziehen, sollte Unterrichtsministerin Schmied nicht auf ihr am Sonntag gestelltes "Ultimatum" reagieren. Gefordert werden darin u.a. "Maßnahmen zur innerschulischen Qualitätssicherung und -verbesserung statt Feilschen um Schulstunden".
Aus dem Unterrichtsministerium hieß es gegenüber der APA, man sei trotz der Drohungen "natürlich verhandlungsbereit", auch wenn das Vorgehen von Gewerkschaft und Schülerunion "sicher kein guter Stil" sei.
Schülerunion-Bundesobmann Hansy fordert neben Maßnahmen zur Qualitätssicherung einen dezitierten Verzicht auf eine zentrale Matura sowie die "Einführung von mitbestimmenden Schulpartnergremien (Eltern, Lehrer, Schüler) auf Bundes- und Landesebene". Sollte die Ministerin bis zum 15. April auf die Forderungen nicht reagieren, "sehen wir uns gezwungen, den Boykott durchzuziehen", so Hansy. Auch Österreichs Bundesschulsprecher Marchetti unterstützt diese Maßnahme: "Dieser Boykott ist treffsicherer als jede andere Streikmaßnahme."
Neben den Grünen und der FPÖ kam von Oppositionsseite auch vom BZÖ scharfe Kritik bezüglich der Drohung von Gewerkschaft und Schülerunion, die kommende PISA-Testrunde zu boykottieren. BZÖ-Bildungssprecherin Haubner erklärte, es sei "inakzeptabel, dass die Gewerkschaft nur mehr von Streik und Arbeitsverweigerung redet, anstatt konstruktiv an umfassenden Reformen zum Wohle der Schüler und der Lehrer mitzuwirken".












