22 Tote bei Selbstmordanschlag in Pakistan
In Pakistan sind bei einer neuen Serie von Gewalttaten und bei schweren Kämpfen in der Grenzregion zu Afghanistan am Wochenende mehr als 60 Menschen getötet worden. Innenminister Malik sprach von einer neuen "Welle des Terrors". Der schwerste Anschlag ereignete sich am Sonntag vor einer schiitischen Moschee in der Provinz Punjab, rund 60 Kilometer südlich von Islamabad. Dabei starben 22 Menschen.
Ein Selbstmordattentäter zündete vor dem Eingang des Gotteshauses eine Bombe, während im Inneren mehr als tausend Gläubige versammelt waren. Mindestens 22 Menschen wurden demnach getötet. Mehr als 50 Menschen wurden verletzt, viele davon lebensgefährlich. Der Attentäter wurde den Angaben zufolge von Sicherheitsleuten am Eingang aufgehalten, sonst wäre die Opferzahl weit höher gewesen. Hinter dem Anschlag wurden sunnitische Extremisten vermutet. Im Konflikt zwischen der sunnitischen Bevölkerungsmehrheit und der schiitischen Minderheit kommt es immer wieder zu Vergeltungsaktionen.
Zu einem Selbstmordanschlag in der Hauptstadt Islamabad, dem am Samstag acht Soldaten zum Opfer fielen, bekannten sich unterdessen die Taliban. Der Attentäter zündete seine Bombe in einem Schlafzelt. Acht Soldaten wurden getötet und vier weitere verletzt. Der Anschlag sei ein Vergeltungsakt für Angriffe von US-Drohnen auf Extremisten im Grenzgebiet zu Afghanistan, sagte ein Taliban-Kommandant am Sonntag.
Im nordwestlichen Stammesgebiet Nord-Waziristan starben am Samstag mindestens sieben Zivilisten, als sich ein Attentäter an einer Straßensperre in Miranshah in die Luft sprengte. Zuvor waren bei einem US-Raketenangriff laut Sicherheitskräften mindestens 13 Menschen getötet worden. In der ebenfalls an Afghanistan grenzenden Stammesregion Mohmand töteten pakistanische Truppen nach Behördenangaben vom Sonntag mindestens 18 Rebellen.











