Faymann begrüßt Obamas Einsatz gegen Krise und Atomwaffen
Bundeskanzler Werner Faymann (S) hat die Bemühungen von US-Präsident Barack Obama zur Überwindung der globalen Konjunkturkrise und seinen Einsatz für eine atomwaffenfreie Welt gelobt.

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Unterschiedliche Auffassungen gebe es jedoch hinsichtlich des EU-Beitritts der Türkei und bei der Aufnahme von Guantanamo-Gefangenen, räumte Faymann am Sonntag in einem Telefongespräch mit der APA am Rande des Prager EU-USA-Gipfels ein. Der Bundeskanzler sprach nach eigenen Angaben gegenüber dem US-Präsidenten vor allem die Notwendigkeit an, Maßnahmen gegen die weltweite Wirtschaftskrise zu ergreifen. Es gelte, der Bevölkerung klar zu sagen, dass man Konsequenzen ziehe. Es müsse eine neue Architektur der Finanzmärkte geschaffen und Vertrauen hergestellt werden.
Einladung
In einem Interview mit der Tageszeitung "Österreich" erklärte Faymann, dass er Obama gerne auch als Gast in Österreich sehen würde.
"Ein gutes Zeichen".
Faymann forderte in diesem Zusammenhang neues Regulierungssystem
für alle Teilnehmer am Finanzmarkt und eine weltweite
Krisenprävention, um negative Entwicklungen von vorneherein abwenden
zu können. Obama habe sich in seinen Wortmeldungen sehr glaubwürdig
zum Dialog mit den Europäern in diesen Fragen bekannt.
Als "sehr positiv" bezeichnete Faymann das Bekenntnis Obamas zum
Ziel einer atomwaffenfreien Welt. Diese Ankündigungen seien vor allem
für Österreicher, die sich in der Friedensbewegung engagierten und
für Abrüstung einsetzten, ein gutes Zeichen.
Differenzen.
Zur Aufforderung Obamas, die Türkei in die EU aufzunehmen,
bekräftigte der Kanzler die österreichische Skepsis. Vor allem die
Ereignisse der letzten Tage hätten diese bestätigt, meinte Faymann in
Anspielung auf den Streit um den neuen NATO-Generalsekretär. Obama
habe seine Wortmeldung zur Türkei allerdings eingebettet in einen
"Block" des Aufrufs zur Versöhnung, gegen den Hass und gegen falsche
Vorurteile gegenüber der islamischen Welt.
Differenzen gibt es auch in Fragen der Aufnahme von
Guantanamo-Häftlinge. Einige EU-Länder hätten sich dazu
bereiterklärt, Österreich gehöre aber nicht dazu, so Faymann. Man
werde aber nicht im Wege stehen, wenn andere EU-Partner eine Aufnahme
für sinnvoll erachteten.
Features
Fakten
Zur Rolle Österreichs in der NATO betonte Faymann, dass ein NATO-Beitritt für ihn definitiv keine Option sei: "Die österreichische Neutralität hat sich bewährt und wird beibehalten."












