NATO-Gegner stecken Gebäude an - Hotel in Flammen
Schwere Krawalle haben in Straßburg den NATO-Gipfel überschattet. Militante Gegner des Verteidigungsbündnisses steckten am Samstag nahe der französisch-deutschen Grenze ein Hotel, eine Apotheke und weitere Gebäude in Brand. Zuvor hatten sich vermummte Demonstranten Straßenschlachten mit der Polizei geliefert. Nach Angaben der Polizei wurden 34 Demonstranten verletzt. Es gab zahlreiche Festnahmen.
Insgesamt demonstrierten nach Polizeiangaben 16.000 Menschen in Kehl und Straßburg friedlich gegen den NATO-Gipfel. Die Zahl der gewaltbereiten Gipfel-Gegner lag demnach bei 1.000. Ihnen standen auf beiden Seiten des Rheins insgesamt rund 25.000 Sicherheitskräfte gegenüber.
Auf deutscher Seite protestierten mehr als 6.000 Demonstranten friedlich gegen das in Straßburg tagende Militärbündnis. Der Protestzug in Kehl wollte ursprünglich zur zentralen Kundgebung in der elsässischen Metropole marschieren. Nach den Ausschreitungen an der Europabrücke in Straßburg stoppte die deutsche Polizei allerdings die Demonstration.
In der Mitte der benachbarten Fußgängerbrücke über den Rhein hatten die 28 Staats- und Regierungschefs der NATO-Länder am Vormittag mit einem feierlichen Handschlag die Rückkehr Frankreichs in die militärische Kommandostruktur des Bündnisses gefeiert. Die Polizei sperrte das Gelände am Ufer weiträumig ab.
An vielen Stellen blieb es aber auch ruhig. "Wir sind friedlich. Was seid Ihr?", riefen Demonstranten den Sicherheitskräften entgegen. Einige näherten sich Barrikaden immer wieder mit erhobenen Händen. Ein Organisator der Proteste bezeichnete die Gewalt als Konsequenz aus dem Vorgehen der Polizei.













