Steuereinnahmen Anfang 2009 leicht rückläufig
Die Steuereinnahmen sind seit Jahresanfang leicht zurückgegangen. Laut Finanzministerium lagen die öffentlichen Abgaben im Jänner und Februar um etwa 40 Millionen Euro unter dem Vergleichswert 2008. Die Einnahmen aus Lohnsteuer und Umsatzsteuer sind zwar weiterhin relativ stark, die Unternehmen haben ihre Gewinnerwartungen aufgrund der Wirtschaftskrise aber bereits stark reduziert.
Insgesamt hat das Finanzministerium in den ersten beiden Monaten 10,31 Milliarden Euro an Steuern und Abgaben eingenommen - das sind um exakt 38,9 Mio. Euro oder 0,4 Prozent weniger als im Jänner und Februar 2008. Wifo-Budgetexperten rechnen für das Gesamtjahr mit einem Rückgang im "oberen einstelligen Prozentbereich".
Besonders trist ist die Situation für den Bund: Abzüglich der an EU, Länder und Gemeinden zu überweisenden Steuereinnahmen bleiben ihm nur 4,71 Mrd. Euro in der Kasse - ein Minus von 15,5 Prozent. Hingegen flossen an die Länder und Gemeinden im Jänner und Februar infolge des Finanzausgleichs 4,04 Mrd. Euro - um 21,8 Prozent mehr als 2008.
Da die Unternehmen ihre Gewinnerwartungen zurückgenommen haben, überweisen sie auch weniger Körperschaftssteuer: Nur 904,7 Mio. Euro bedeuten ein Minus von 18 Prozent. Auch an Einkommenssteuer wurde weniger veranlagt.
Sehr stark ist dagegen noch die von Angestellten und Arbeitern bezahlte Lohnsteuer, die rund 3,5 Mrd. Euro einbrachte (9,9 Prozent mehr als im Jänner und Februar 2008). Hier machen sich die hohen Gehaltsabschlüsse des Vorjahres bemerkbar. Außerdem steht der erwartete Anstieg der Arbeitslosigkeit noch bevor, mit dem auch die Lohnsteuereinnahmen schwächer werden.
Ebenfalls noch im Plus ist die Umsatzsteuer: 3,38 Mrd. Euro bedeuten plus 3,2 Prozent.












