Briten begannen mit Truppenabzug aus dem Irak
Fast genau sechs Jahre nach ihrem Einmarsch haben die britischen Streitkräfte mit dem Abzug aus dem Irak begonnen. Eine Zeremonie auf dem Militärstützpunkt am Flughafen der südirakischen Ölstadt Basra bildete am Dienstag den offiziellen Auftakt für den Abzug der noch 4.100 im Irak stationierten britischen Soldaten. Beendet wird der Einsatz am 31. Mai, der Abzug muss bis Ende Juli erfolgt sein.
Die Zeremonie in Basra fand in Anwesenheit von Diplomaten und britischen, irakischen sowie US-Offizieren statt. "Unsere Völker sind durch das gemeinsam vergossene Blut verbunden. Diese Verbindung kann niemand zerreißen", sagte ein ranghoher US-Kommandant in seiner Ansprache.
Als die USA am 20. März 2003 unter dem damaligen Präsidenten Bush im Irak einmarschierten, war die britische Regierung von Tony Blair ihr wichtigster Verbündeter. Anfangs waren im Irak 46.000 britische Soldaten stationiert, seit dem Beginn des Irak-Kriegs starben 179 britische Soldaten.
Die Operation der Briten endet offiziell am 31. Mai, alle Soldaten bis auf 400 sind bis zum 31. Juli aus dem Land. Der Irak hatte Ende vergangenen Jahres ein Gesetz verabschiedet, das den Abzug aller ausländischen Truppen mit Ausnahme der US-Soldaten bis Ende Juli dieses Jahres vorsieht. Für die US-Streitkräfte gilt ein eigener Plan, der einen kontinuierlichen Rückzug der Stationierten bis Ende 2011 vorsieht.
Unterdessen wurden neue Gewalttaten aus der nördlichen Stadt Mossul gemeldet. Ein Selbstmordattentäter tötete vor einer Polizeistation bis zu acht Menschen, darunter vier Polizisten. Mossul, mit rund drei Millionen Einwohnern die Hauptstadt der Provinz Ninive, ist zu einem Zufluchtsort für Al-Kaida-Terroristen geworden.













